Eine privaten Kletterpartie außerhalb des Dienstes endete für einen 56-jährigen Soldaten aus Kärnten tödlich. In den kargen Felsen nahe der bosnischen Stadt Travnik verlor der Berufssoldat des österreichischen Heereskontingents den Halt und stürzte in die Tiefe. Das Unglück ereignete sich am vergangenen Samstag.

Rettungsaktion erfolglos
Die Nachricht von dem Unfall breitete sich rasch unter den Kameraden und der Führung des Militärkommandos Kärnten aus. Christoph Hofmeister, Sprecher des Militärkommandos, teilte mit tiefer Bestürzung mit: „Ein sofortiger Rettungsvorgang verlief leider negativ, wir sind zutiefst betroffen und unsere Gedanken sind bei den Familienangehörigen.“ Trotz des raschen Einsatzes der Rettungskräfte konnte der Kärntner Soldat nur noch tot geborgen werden. Ein Hubschrauber wurde eingesetzt, um den Leichnam aus der schwer zugänglichen Bergregion zu transportieren.
Kamerad war Zeuge
In Übereinstimmung mit der Vorschrift, dass Soldaten im Einsatzgebiet stets gemeinsam agieren, war der Verunglückte nicht allein. „Soldaten sind im Einsatzraum auch privat immer zu zweit unterwegs, so auch in diesem Fall. Der Kamerad, der Zeuge des tödlichen Absturzes war, wird natürlich auch psychologisch betreut“, erklärte Hofmeister. Die psychische Betreuung ist Teil des Heereskonzeptes, um die mit solch dramatischen Erlebnissen verbundenen Belastungen zu bewältigen.
Heimkehr mit militärischen Ehren
Das Bundesheer bereitet nun die Rückführung des Verunglückten in seine Heimat vor. In den nächsten Tagen wird der Soldat mit einem Militärtransport nach Kärnten überführt, wo er im Kreise seiner Angehörigen die letzte Ruhe finden soll.