Nach einjährigen Ermittlungen gelang der Polizei in Graz ein bedeutender Schlag gegen den lokalen Drogenhandel. Zwei Männer wurden festgenommen, die verdächtigt werden, etwa 14 Kilogramm Kokain in Umlauf gebracht zu haben. Bei der Aktion konnten die Beamten vier Kilogramm des Rauschgifts in einer versteckten Werkstatt beschlagnahmen, wie die Polizei am Dienstag bekannt gab. Die beiden Verdächtigen – ein 24-jähriger Mann tschetschenischer Herkunft sowie ein 25-jähriger Grazer – befinden sich mittlerweile in der Justizanstalt Graz-Jakomini. Bislang hat nur einer der Festgenommenen eine Aussage gemacht.
Der Zugriff erfolgte am Morgen des 12. November durch Spezialeinheiten des Einsatzkommandos Cobra und der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS). Bei den anschließenden Hausdurchsuchungen entdeckten die Ermittler neben rund vier Kilogramm teilweise bereits verkaufsfertig verpacktem Kokain auch Bargeld in Höhe von 52.000 Euro. Zudem wurden zwei täuschend echte Gasdruckwaffen – ein Revolver und eine Pistole – sichergestellt.
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Umfangreiche Drogengeschäfte
Die Fahnder des steirischen Landeskriminalamts (LKA) hatten die Tätergruppe über zwölf Monate im Visier. Nach bisherigen Erkenntnissen betrieben die Verdächtigen seit mindestens August 2024 verschiedene Drogenverstecke im Grazer Stadtgebiet und verkauften insgesamt mindestens 14 Kilogramm Kokain an Zwischen- und Endhändler.
Herausfordernde Ermittlungen
Die langwierigen Ermittlungen gestalteten sich laut Polizei besonders herausfordernd, da die Verdächtigen mit äußerster Vorsicht vorgingen. Sie tauschten Informationen ausschließlich bei persönlichen Treffen oder über Messengerdienste aus, auf die österreichische Behörden keinen Zugriff haben. Für ihre Fahrzeuge nutzten sie gestohlene oder illegal beschaffte Kennzeichen. Die Polizei betonte am Dienstag, dass die personalintensive Operation letztlich durch den Einsatz verdeckter Ermittler und umfangreiche Observationsmaßnahmen zum Erfolg geführt habe.
Von den beiden in Untersuchungshaft befindlichen Tatverdächtigen hat bisher nur einer geständige Angaben gemacht. Die Suche nach einem weiteren mutmaßlichen Komplizen dauert noch an.
Auch die genaue Herkunft der sichergestellten Drogen wird derzeit noch intensiv untersucht.