Start Politik
STRENGERE MASSNAHMEN

Corona-Regeln: Bund lockert – Wien bleibt hart

Bundeskanzler Nehammer vs. Wiener Landeschef Ludwig (FOTOS: BKA/Dragan Tatic, C.Jobst/PID)

Der Bund hält weiter an den massiven Lockerungen ab 5. März fest und stellte die entsprechende Corona-Verordnung vor. Der Wiener Weg wird aber wieder strenger sein.

Der „Freedom Day“ in Österreich ist zum Greifen nah: Schon ab Samstag werden (fast) alle Corona-Maßnahmen sowie die Sperrstunde aufgehoben. Die entsprechende Verordnung von Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) tritt rechtzeitig am 5. März in Kraft und gilt vorerst bis 30. Juni 2022. Allerdings dürfte Wiens Bürgermeister, Michael Ludwig nicht auf den „Zug der Freiheit“ aufspringen: Erst am Dienstag betonte er am Rande einer Pressekonferenz, dass Wien weiterhin am vorsichtigen Weg bleiben wolle.

„Wiener Weg“: FFP2-Masken im Handel und 2G in Gastro
Während die FFP2-Maksenpflicht im Rest Österreichs außer in Supermärkten, Apotheken und Co. fällt, will Ludwig die Tragepflicht im gesamten Handel aufrecht erhalten wie bisher. Zudem soll in Kaffeehäusern und Restaurants auch weiterhin 2G (und nicht 3G) gelten – also Einlass nur für Geimpfte oder Genesene.

Ludwig überlegt 2G+ in Nachtgastro
Auch dass die Nacht-Gastronomie am Samstag nur unter der 2G+-Regel öffnen könnte, ist noch nicht vom Tisch. Ludwig überlegt jedenfalls nur Geimpfte und Genesene PLUS gültigem PCR-Test in die Wiener Nachtclubs und Discos zu lassen. Im Rest Österreichs werden Bars und Clubs wohl mit der 3G-Regelung öffnen.

Den genauen Weg, den Wien ab 5. März gehen will, wollte man am Mittwochnachmittag noch nicht verraten. Experten sollten die neue Verordnung prüfen und die Regeln für die Bundeshauptstadt daraus ableiten. Klar sei für den Wiener Bürgermeister jedenfalls: „Dort, wo es möglich und sinnvoll erscheint, wird Wien bei den Lockerungen mitgehen. Wo es noch zu kritisch ist, werden wir das nicht machen“, so ein Sprecher des Wiener Bürgermeisters.

Wie finden Sie den Artikel?