Millionen Menschen buchen täglich über Booking.com – nun gelangten Unbefugte an Kundendaten. Was gestohlen wurde, ist noch nicht vollständig geklärt.
Booking.com ist Ziel eines Cyberangriffs geworden, bei dem sich Unbefugte Zugang zu Kundendaten verschaffen konnten. Welche Informationen im Einzelnen betroffen sind, wird derzeit noch untersucht. Das Unternehmen geht davon aus, dass sogenannte „bestimmte Buchungsinformationen“ kompromittiert worden sein könnten.
„Nach den bisherigen Erkenntnissen unserer Untersuchung könnten die abgerufenen Informationen Buchungsdetails sowie Namen, E-Mail-Adressen, Anschriften und Telefonnummern im Zusammenhang mit der Buchung und alles, was Sie möglicherweise der Unterkunft mitgeteilt haben, umfassen“, teilte das Unternehmen mit.
Sofortige Gegenmaßnahmen
Nach eigenen Angaben habe Booking.com unmittelbar nach Bekanntwerden des Vorfalls gehandelt. „Sobald wir die Aktivitäten entdeckt haben, haben wir Maßnahmen ergriffen, um das Problem einzudämmen“, hieß es. Die PIN-Nummern betroffener Buchungen seien aktualisiert und die jeweiligen Kunden in Kenntnis gesetzt worden.
Für Nutzer gibt es dabei eine wesentliche Entwarnung: „kein Zugriff auf Finanzdaten erfolgte“, erklärte ein Sprecher. Zur genauen Zahl der betroffenen Personen machte das Unternehmen keine Angaben.
Wiederkehrende Betrugsmaschen
Der aktuelle Vorfall steht nicht allein: Rund um die Plattform kommt es regelmäßig zu betrügerischen Aktivitäten, bei denen Kriminelle über manipulierte Nachrichten versuchen, an Zahlungsinformationen zu gelangen und Abbuchungen vorzunehmen. Das eigentliche Einfallstor liegt dabei häufig nicht bei Booking.com selbst, sondern bei angebundenen Hotels, deren IT-Systeme kompromittiert werden.
Mit den so erbeuteten Zugangsdaten übernehmen die Täter die Kommunikation mit Gästen und versenden im Namen der Unterkunft gefälschte Zahlungsaufforderungen.
Booking.com appelliert an seine Nutzer, wachsam zu bleiben: Unerwartete Nachrichten sollten kritisch hinterfragt und persönliche Daten keinesfalls über nicht verifizierte Links eingegeben werden.