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Datenleck

Cyberangriff auf Wien – 26.000 interne Dokumente kopiert

Cyberangriff auf Wien – 26.000 interne Dokumente kopiert
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Cyberangriff auf die Stadt Wien: Unbekannte kopieren rund 26.000 interne Dokumente – Daten von fast 6.000 Personen sind betroffen.

Die Stadt Wien ist Ziel einer Cyberattacke geworden. Wie die „Kronen Zeitung“ berichtet, verschafften sich Unbekannte Zugang zu einer internen Dokumentationsplattform und kopierten dort rund 26.000 Dokumente mit einem Gesamtvolumen von neun Gigabyte.

In den Unterlagen befanden sich Daten von fast 6.000 Personen. Betroffen sind laut Bericht etwa 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Magistrats, rund 2.900 Bürgerinnen und Bürger sowie mehr als 800 Auftragnehmerinnen und Auftragnehmer der Stadt. Die erste Information über den Sicherheitsvorfall erhielt das Wiener Rathaus laut Chief Information Officer Klemens Himpele am 9. September über das österreichische Computer Emergency Response Team CERT.

Schwachstelle ausgenutzt

Zuvor soll in einem Onlineforum der Zugang zu einer Schwachstelle in einem städtischen System zum Kauf angeboten worden sein. In Zusammenarbeit mit der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst konnte die Sicherheitslücke laut „Krone“ anschließend identifiziert und geschlossen werden.

Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Angreifer jedoch bereits Zugang zu einer internen Dokumentationsplattform verschafft. Vermutet wird, dass eine spezielle Scan-KI eingesetzt wurde, um die Schwachstelle aufzuspüren. Einen klassischen Phishing-Angriff schließen die Verantwortlichen derzeit aus.

Trotz des Datenabflusses sollen die Angreifer keinen direkten Zugriff auf die zentralen IT-Systeme der Stadt erlangt haben. „Zu keinem Zeitpunkt“ habe jemand die Kontrolle über Systeme oder Benutzerkonten übernommen, erklärte Himpele gegenüber der „Krone“.

Auch sensible Daten betroffen

Bei den kopierten Unterlagen handelte es sich unter anderem um Informationen zu Schulungen und Projektdokumentationen. In den meisten Fällen waren Namen oder E-Mail-Adressen enthalten. In einzelnen Dokumenten dürften jedoch auch sensiblere Informationen wie IBAN-Nummern oder Angaben zu Krankenstandstagen enthalten gewesen sein.

Nach dem derzeitigen Wissensstand wurden die kopierten Daten bislang nicht veröffentlicht. Auch Erpressungsforderungen seien bisher nicht eingegangen. Die betroffenen Personen werden nun verständigt. Himpele entschuldigte sich für den Vorfall mit den Worten: „Wir können uns nur entschuldigen.“

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KO KOSMO-Redaktion
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