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Nach Horror-Crash

Darko Lazić fährt trotz Fahrverbots – diese Fragen muss er sich stellen

Darko Lazić fährt trotz Fahrverbots – diese Fragen muss er sich stellen
FOTO: zVg.
3 Min. Lesezeit |

Mit 1,9 Promille am Steuer krachte der serbische Sänger Darko Lazic in einen Bus. Trotz entzogener Fahrerlaubnis lenkte er seinen Mercedes durch Belgrad.

Der serbische Sänger Darko Lazic und seine Ehefrau Katarina waren in einen Verkehrsunfall auf der Autobahn bei Belgrad-Galenika verwickelt, als Lazic mit seinem Mercedes in einen Bus krachte. Die veröffentlichten Ergebnisse der toxikologischen Untersuchung sprechen eine deutliche Sprache: Mit 1,9 Promille im Blut war der Musiker erheblich alkoholisiert – ein Wert, der nach geltendem serbischen Recht als schwere Trunkenheit eingestuft wird und im Falle eines Gerichtsverfahrens als erschwerender Umstand gewertet werden könnte.

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Nach seiner Festnahme versuchte Lazic, den Vorfall herunterzuspielen: „Ich habe nur ein wenig getrunken, war aber nicht betrunken. Die Behauptungen über Drogenkonsum sind Lügen.“ Diese Aussage steht jedoch in krassem Widerspruch zu den gemessenen Alkoholwerten, die weit über der Grenze für leichten Alkoholkonsum liegen.

Führerscheinproblematik bestätigt

Zusätzlich kompliziert wird der Fall durch die Führerscheinsituation des Sängers. Die serbische Staatsanwaltschaft bestätigte offiziell, dass Lazic zum Unfallzeitpunkt keinen gültigen serbischen Führerschein mehr besaß, da dieser bereits früher entzogen wurde. Angeblich fuhr er mit einem tschechischen Führerschein – was jedoch nach serbischem Recht ebenfalls unzulässig ist. Der Rechtsanwalt Bosko Zuric bestätigte: „Wenn einer Person ein Fahrverbot für Kraftfahrzeuge in Serbien auferlegt wurde, gilt dieses Verbot absolut – unabhängig davon, ob die Person einen inländischen oder ausländischen Führerschein besitzt.“

Das Fahrverbot gilt laut serbischem Recht auch für ausländische Führerscheine, sodass die Nutzung eines tschechischen Dokuments rechtlich genauso unzulässig ist wie das Fahren ohne jegliche Berechtigung. Die gemessenen 1,9 Promille Alkohol im Blut widerlegen eindeutig Lazics Behauptung, nur „ein paar Gläschen“ getrunken zu haben. Ein solcher Wert stellt eine ernsthafte Gefahr für die Verkehrssicherheit dar und wird als schwere Trunkenheit am Steuer klassifiziert.

Rechtliche Konsequenzen

Nach serbischem Strafrecht drohen bei Verkehrsunfällen unter Alkoholeinfluss mit einem Wert von über 1,5 Promille erhebliche Strafen. Bei Unfällen mit schweren Körperverletzungen oder Sachschaden kann neben hohen Geldstrafen auch eine Freiheitsstrafe verhängt werden. Die Kombination aus entzogenem Führerschein und schwerer Alkoholisierung verschärft die rechtliche Situation erheblich.

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Öffentliche Reaktionen

Rajko Nedic, Chefredakteur der serbischen Zeitung Kurir, äußerte sich besorgt über den Vorfall: „Er kommt immer zum Schluss, dass alles in Ordnung sei und er gut fahre. Er wird damit weitermachen, niemand kann ihn aufhalten.“ Er hat genug Geld und Autos. Wir fürchten nicht nur um sein Leben, sondern auch um das Leben anderer.

Nedic betont, dass die zentrale Frage sei, wie man den Sänger stoppen könne. Die einzige wirksame Maßnahme wäre seiner Meinung nach eine Verhaftung mit anschließender Gefängnisstrafe. Die drängenden Fragen bleiben: Wenn Lazic nicht betrunken war – wie erklärt sich dann der hohe Alkoholwert? Wenn er keinen gültigen Führerschein besitzt – wer ermöglicht ihm weiterhin das Fahren?

Und wird er auch diesmal ohne ernsthafte Konsequenzen davonkommen?

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KO KOSMO-Redaktion
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