Schwarze Koffer sind praktisch und beliebt – doch genau das macht sie zum Problemfall auf Reisen. Der Chef des Frankfurter Flughafens rät jetzt zu einer überraschenden Alternative.
Der perfekte Urlaub präsentiert sich für jeden Menschen anders. Ob entspanntes Sonnenbaden am Strand, kulturelles Erkunden einer Großstadt oder Aktivurlaub in den Bergen – eines eint alle Reisenden: Gepäckprobleme möchte niemand erleben. Besonders bei Flugreisen lassen sich gewisse Unannehmlichkeiten kaum vermeiden. Wer mit Koffern reist, muss früher am Flughafen erscheinen und nach der Ankunft am Zielort unweigerlich am Gepäckband warten.
Um unnötige Komplikationen zu vermeiden, gibt es einen simplen, aber effektiven Ratschlag: Verzichten Sie auf schwarze Koffer. Diese Empfehlung stammt von Stefan Schulte, dem Leiter des größten deutschen Flughafens in Frankfurt. Der Hintergrund dieser Empfehlung liegt in der enormen Verwechslungsgefahr. Erhebungen zeigen, dass etwa 40 Prozent aller weltweit erworbenen Gepäckstücke schwarze Koffer sind. Besonders Trolleys in dieser Farbe erfreuen sich großer Beliebtheit. Da die Variationsmöglichkeiten bei Form und Dimension begrenzt sind, wird eine eindeutige Unterscheidung oft schwierig – mit diversen Folgeproblemen.
Verwechslungsgefahr am Gepäckband
Die Hauptschwierigkeit besteht in Verzögerungen am Gepäckband durch optisch nahezu identische Koffer. Anders als in der Netflix-Romanze „Irish Wish“, wo Lindsay Lohan durch einen Koffertausch ihre große Liebe findet, gestaltet sich die Realität weniger romantisch. Im ungünstigsten Fall bemerkt man den Irrtum nicht sofort, sondern erst später im Hotelzimmer oder nach der Heimkehr. Übereinstimmenden Berichten zufolge betrifft die überwiegende Mehrheit aller Gepäckverwechslungen schwarze Exemplare.
Wie das Personal am Frankfurter Flughafen bestätigt, erschwert die Flut schwarzer Koffer die Identifizierung und Sortierung erheblich. Dies führt zwangsläufig zu längeren Wartezeiten am Gepäckband und erhöht das Risiko von Verwechslungen deutlich. Flughafenmitarbeiter raten daher ausdrücklich zu auffälligen Farben oder individuellen Markierungen, um die Zuordnung zu erleichtern.
Auffällige Alternativen
Die Problematik erstreckt sich auch auf die Mitarbeiter hinter den Kulissen des Flughafens, für die das Sortieren und Unterscheiden dunkler Gepäckstücke erheblich mühsamer ist. Zudem werden schwarze oder anderweitig dunkle Taschen und Koffer aufgrund ihrer Häufigkeit und Unauffälligkeit häufiger entwendet als andersfarbige Modelle. Grundsätzlich empfiehlt sich daher Gepäck mit hohem Wiedererkennungswert.
Besonders geeignet sind leuchtende Farben oder auffällige Muster. Alternativ lässt sich auch ein gewöhnlicher Koffer durch markante Accessoires so personalisieren, dass er auf den ersten Blick identifizierbar wird.
Sicherheitsexperten raten übrigens davon ab, vollständige Adressdaten außen am Koffer anzubringen. Diese könnten von Einbrechern missbraucht werden, wenn erkennbar ist, dass die Wohnung des Reisenden vorübergehend leer steht. Besser ist es, das Gepäckstück innen mit den Kontaktdaten zu versehen und außen nur das Nötigste anzugeben.