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WINTERZEIT

Das macht die Zeitumstellung mit uns

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(FOTO: iStock)

Am Sonntag wurde die Zeit umgestellt. Dass die Tage kürzer werden, beeinflusst den Schlaf-Wach-Rhythmus. Kein Wunder, dass viele Menschen mit der Zeitumstellung auf die Winterzeit Probleme haben – sie fühlen sich erschöpft, haben Einschlafprobleme und Konzentrationsschwäche.

Bereits kleine Schwankungen im biologischen Rhythmus können sich auf euren körperlichen Zustand auswirken. Und wenn die Tage kürzer werden verändert sich bei Menschen der Schlaf-Wach-Rhythmus spürbar. Der Organismus benötigt eine Weile, sich an die Veränderungen anzupassen; bei manchen genügen vier Tage, bei anderen dauert es bis zu zwei Wochen.

Beschwerden sind Müdigkeit und Einschlafprobleme:
Laut Studien leiden knapp ein Drittel der Menschen an körperlichen oder psychischen Schwierigkeiten. Mehr als drei Viertel der Personen fühlten sich dabei schlapp, gereizt und müde. Eine weitere häufige Beschwerde sind Einschlafprobleme und Schlafstörungen. 37 Prozent klagten über Konzentrationsschwierigkeiten und depressiven Verstimmungen.

Zeitumstellung auf Winterzeit – eine Herausforderung für den Körper:
Es gibt aber gute Tipps, besser mit der Zeitumstellung umzugehen. Doch dazu sollte man zunächst verstehen, was im Körper passiert. Auf den Schlaf-Wach-Rhythmus haben vor allem die Lichtverhältnisse, die sich mit der Zeitumstellung auf Winterzeit verändern, eine entscheidende Einflussnahme. Blaues Licht macht wach. Wechselt das Spektrum Richtung Abend eher zu Gelb- und Rottönen, werde Melatonin ausgeschüttet, man wird müde und schlapp. Und im Winter sind die dunklen Stunden in Führung.

Für die innere Uhr hat der Tag mehr als 24 Stunden:
Die Schlafforschung und die Schlafmedizin bestätigen, dass „die innere Uhr im Gehirn ein bisschen nach geht.“ Ginge es danach, müsste der Tag etwas länger sein als 24 Stunden. Über das Licht könne, das von außen reguliert werden. Ein Faktor im Körper sei Hypokretin, ein Hormon, das das Schlaf-Wach-Verhalten beeinflusst. Ein Mangel führe zur Schlafkrankheit Narkolepsie und zu Appetitlosigkeit. Hypokretin macht wach, treibt die Nahrungsaufnahme an und wirkt aufs Belohnungssystem.  


Zeitumstellungs-Tipps:
Um trotzdem voll konzentriert und einsatzbereit zu sein, empfehlen Schlafmediziner, sich tagsüber viel draußen aufzuhalten: „Da ist die Lichtintensität höher, man kann besser wach bleiben.“ Gleichzeitig sei an der frischen Luft auch der Ort, an dem man seine Einschlafprobleme lindern könne. Wie die Schlafforscher erklären, regt körperliche Aktivitäten den Kreislauf und Stoffwechsel an, damit man abends auch müde ist und bereit zu schlafen. Das zeigt die Körperkerntemperatur: Sinkt sie, wird man müde. Ab ungefähr 2 Uhr nachts beginnt sie wieder zu steigen und lässt euch langsam aufwachen. Umgekehrt ist die Leistungsfähigkeit dann am höchsten, wenn die Körpertemperatur den Höhepunkt erreicht und das ist meist zu Mittag.

Manchen Menschen kann es zur besseren Gewohnheit helfen, seinen täglichen Gewohnheiten – Mahlzeiten und Zubettgehzeiten beispielsweise – in Vorbereitung auf die Zeitumstellung Schritt für Schritt nach hinten zu verschieben. Der Körper kommt so schneller in den neuen Rhythmus.