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MEHRERE TAUSEND EURO

Das sind die Spitzenverdiener im Nationalrat

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(FOTO: iStock)

Im Nationalrat befinden sich einige Spitzenverdiener, deren Gesamteinkommen nur grob einschätzbar sind – fast alle sind Männer.

Abgeordnete erhalten vom Staat 9.092 Euro brutto und dürfen zudem weitere bezahlte Jobs ausüben, die jedoch gemeldet werden müssen. Zwar wird die genaue Höhe des Zusatzeinkommens nicht veröffentlicht, jedoch als Gesamtsumme in fünf Kategorien offengelegt.

Dabei hat fast die Hälfte der grünen Abgeordneten keinen bezahlten Nebenjob, 1,8 Prozent der Vertreter der ÖVP jedoch schon. Dort finden sich auch die meisten Spitzenverdiener, gefolgt von der FPÖ und den NEOS.

Dabei sind am obersten Ende der Einkommensskala im Parlament kaum Frauen vertreten. Insgesamt zehn Abgeordnete gaben letztes Jahr an zwischen 7.000 und 10.000 Euro monatlich dazuzuverdienen und fünf fielen sogar in die höchste Kategorie, was bedeutet, dass sie mehr als 10.000 Euro monatlich bezahlt bekommen haben.

Unter den Top-Verdienern gehören Karlheinz Kopf als Generalsekretär der Wirtschaftskammer und Martin Engelberg, Geschäftsführer mehrerer Immobilien- und Consultingunternehmen, Hans Stefan Hintner als Bürgermeister von Mödling und (damals noch) Mitarbeiter der NÖ Bau- und Siedlungsgenossenschaft (alle ÖVP).

Die FPÖ geht mit gut verdienenden Freiberuflern voran wie Rechtsanwalt Christian Ragger, Apotheker Gerhard Kaniak und Notar Harald Stefan. Die NEOS haben den früheren „Kurier“-Herausgeber und Autor Helmut Brandstetter sowie Dell-Managerin Karin Doppelbauer.

Die einzige Frau in der höchsten Einkommenskategorie ist – Rebecca Kirchbaumer von der ÖVP – Unternehmerin und Wirtschaftskammer-Funktionärin.

Insgesamt haben die 183 Abgeordneten 1.075 Nebenjobs gemeldet, wovon etwa ein Viertel (254) bezahlt sind. Weitere Tätigkeiten fallen unter ehrenamtliche oder parteinahe Beschäftigungen.

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