Des Pudels Kern: Was macht eigentlich die Opposition?

KOMMENTAR

Des Pudels Kern: Was macht eigentlich die Opposition?

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(Foto: Parlamentsdirektion / Thomas Jantzen)

Die neuen Minister stehen seit einigen Monaten fest. An ihre Gesichter haben wir uns bereits gewöhnt. Doch was wurde eigentlich aus Kern und seinen Ministern?

In den vergangenen Jahren war man als Wähler gewohnt, nach dem Beschluss einer neuen Regierung, mit sogenannten „Bremsern“ zu rechnen. Die jenen, die sich aufregen und im Parlament schreien, wenn ein neun neues Gesetz auf uns zu kommt. Waren es früher die Grünen, die sich im Nationalrat mit den Koalitionsparteien anlegten, halten sich SPÖ, NEOS und die Liste Pilz verdächtig still.

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Ex-Kanzler Christian Kern versucht mit Seitenhieben gegen FPÖ-Chef Heinz Christian Strache anzukommen, jedoch mit wenig Erfolg. Derzeit scheitert er auch beim Feuer legen zwischen den Regierungsparteien. Noch immer versucht sich Kern in seiner Rolle des Oppositionspolitikers zu finden. Ihm wird ein Wechsel in die Privatwirtschaft nachgesagt. Doch gegenüber der Presse versicherte Kern, dass er der Politik treu bleiben wird.

Wohin steuert er dann mit der SPÖ hin? Seine Ex-Minister, wie Alois Stöger oder Muna Duzdar, deuten auf einen Berufswechsel hin. Ex-Verteidigungsminister Peter Doskozil hat sich bereits aus der Bundespolitik verabschiedet. Als der ehemalige ÖBB-Chef Christian Kern 2016 das Rampenlicht der Polit-Bühne betrat, galt er als Hoffnungsträger seiner Partei.

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Er war charismatisch, hatte Feuer und eine Klarheit hingelegt, die Österreich nötig hatte. Doch diese Haltung verpuffte in rasanter Geschwindigkeit. Er beugte sich dem politischen Mainstream und zeigte wenig Rückgrat. Der SPÖ fehlt es an politischen Persönlichkeiten, die in die Fußstapfen eines Bruno Kreisky treten, und die Partei langfristig aus einem Tief herausziehen könnten.

Derzeit bleiben dem ehemaligen ÖBB-Chef nicht viele Optionen: Entweder handelt er bald aus seiner Rolle als Oppositionspolitiker oder er legt einen Karrierewechsel a la Ex-Grünen Chefin Eva Glawischnig hin.