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Diese Variante des „Grünen Passes“ wird nun doch nicht gelten

KOSMO-GRAFIK (FOTOS: David Bohmann/PID, iStockphotos)

Mit dem „Grünen Pass“ soll jeder Österreicher in kürzester Zeit nachweisen können, dass er geimpft, genesen oder getestet ist. Doch eine Variante wurde vom Gesundheitsministerium nun doch gecancelt.

Die „Grüner Pass“-Kontrolle via E-Card wäre einfach und praktisch gewesen, doch nun ist sie wieder vom Tisch. Seitens des Gesundheitsministeriums hieß es am Nachmittag, dass man das Projekt „vorerst nicht weiterverfolgen werde“. Grund dafür seien Datenschutz-Bedenken. Geplant war, dass beispielsweise Wirte oder Friseure an der E-Card ablesen können, ob der Kunde entweder getestet, geimpft oder genesen ist.

Datenschutz-Problem
Einfach einen digitalen QR-Code oder die E-Card scannen und schon gibt es eine Freigabe für Restaurantbesuche, Veranstaltungen und Co. – das war zumindest der erklärte Plan der türkis-grünen Regierung. Doch nun kommt alles anders. Die E-Card wird nicht für den „Grünen Pass“ freigegeben. Der Datenschutz steht der praktischen Lösung im Weg. Das berichtet „Futurezone“ unter Berufung auf Wolfgang Mücksteins Gesundheitsressort am Freitag.

„Uns ist wichtig, dass wir die digitale Lösung EU-konform und fälschungssicher umsetzen“, erklärte Ministeriumsspreche Daniel Böhm. „Aufgrund der Bedenken gegen das zusätzliche niederschwellige Service werden wir das vorerst nicht weiterverfolgen und das Thema eingehender diskutieren.“ Derzeit liege der Fokus auf Umsetzung der EU-kompatiblen digitalen Lösung.

QR-Code, Dokumente, Impfpass
Ursprünglich hätte die E-Card von Gastwirten, Friseuren und Co. abfotografiert werden sollen, woraufhin die Unternehmer über ihre Grüner-Pass-App die Information bekommen hätten, ob der Kartenbesitzer getestet, geimpft oder genesen ist. Datenschützer hatten jedoch kritisiert, dass mit dem einmaligen Abfotografieren der E-Card der Status jederzeit erneut abgefragt werden könnte. Zudem sei ein massenhaftes, automatisiertes Abrufen von Daten aller sozialversicherten Personen in Österreich möglich.

Die E-Card ist also vom Tisch. Für den Nachweis bleiben somit noch folgende Möglichkeiten bestehen: QR-Code, ausgedruckte Dokumente wie Testergebnisse oder auch der Impfpass. Mit dem „Grünen Pass“ künftig z.B. der Eintritt in die Gastronomie, aber auch das Reisen abgewickelt werden. Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) stellte jedoch klar, dass neben dem digitalen Format auch ein analoges bestehen bleibt.

Quellen und Links:

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