Wimbledon, Rekorde, acht Titel – und eine Erziehungsentscheidung, die Djokovic gerade so beschäftigt wie sein Aufschlag.
Wimbledon rückt näher, und mit ihm die Frage, ob Novak Djokovic bei den All England Championships seinen achten Titel holt und damit zu Rekordhalter Roger Federer aufschließt. Das Turnier beginnt am Montag, der Serbe trifft in der ersten Runde auf den Chinesen Yibing Wu. Was seine Kinder von möglichen Siegen mitbekommen werden, ist allerdings eine andere Geschichte – denn Stefan (11) und Tara (8) besitzen kein eigenes Smartphone.
Djokovics klare Linie
In Wimbledon sprach Djokovic offen darüber, warum er und seine Frau Jelena diese Linie ziehen und wie er seine Vaterrolle in dieser Frage versteht. „Wir sind fest davon überzeugt, dass vor einem bestimmten Alter der Umgang mit Bildschirmen meiner Meinung nach eher schädlich als nützlich ist. Daran halten wir uns also.“
Es ist nicht das erste Mal, dass der 39-Jährige zu diesem Thema Stellung bezieht. Bereits in der Vergangenheit hat sich der Rekordsieger aller vier Grand-Slam-Turniere klar positioniert. Angesichts einer Technologie, die sich rasant weiterentwickelt, beschäftigt ihn die Frage, wie Kinder geschützt werden können, ohne ihre grundlegenden Bedürfnisse zu vernachlässigen – und zwar, wie er selbst sagte, „ständig“.
Eine einfache Antwort hat er nicht. „Das ist natürlich nicht einfach“, räumte Djokovic ein. „Es ist überall um sie herum. Wir versuchen, das zu kontrollieren, was wir in gewisser Weise kontrollieren können, zumindest, solange sie noch sehr jung sind.“