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Alkoholskandal

Norbert Hofer mit 2,5 Promille am Steuer? SPÖ fordert sofortigen Rückzug

Norbert Hofer mit 2,5 Promille am Steuer? SPÖ fordert sofortigen Rückzug
FOTO: EPA/CHRISTIAN BRUNA
2 Min. Lesezeit |

Zweieinhalb Promille, Führerscheinentzug – und nun wächst der politische Druck auf Norbert Hofer erheblich.

Nach seinem alkoholbedingten Führerscheinentzug sieht sich Norbert Hofer mit der Forderung der SPÖ konfrontiert, sein Mandat im Burgenländischen Landtag niederzulegen. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim bezeichnete das Verhalten des FPÖ-Politikers am Sonntag in scharfen Worten als inakzeptabel: „Wer sich mit zweieinhalb Promille – noch dazu zu einer der verkehrsreichsten Zeiten der Woche – ans Steuer setzt, agiert in höchstem Maße verantwortungslos, gefährdet Leib und Leben anderer Verkehrsteilnehmer*innen und hat in einem öffentlichen Amt nichts verloren.“

Der Mann, der die Polizei alarmierte, schilderte, der Audi sei „wie ein Verrückter“ unterwegs gewesen. Der Lenker soll eine Verkehrsinsel touchiert haben, beinahe in einem Straßengraben gelandet und auch auf der Gegenfahrbahn gefahren sein. Zudem soll Hofer laut einem Zeugen kurz vor dem Eintreffen der Beamten noch Flaschen aus dem Fahrzeug entfernt haben.

Klare Forderung

Seltenheim richtete damit eine klare Forderung an FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl: Dieser müsse dafür Sorge tragen, dass Hofer sein Landtagsmandat zurücklegt. Als weiteren Beleg für mangelnde Konsequenzbereitschaft innerhalb der FPÖ verwies Seltenheim auf den Fall des Nationalratsabgeordneten Peter Schmiedlechner, dem im Mai bereits zum zweiten Mal der Führerschein abgenommen worden war – ebenfalls ohne politische Folgen.

Hofers Reaktion

Hofer, der als ehemaliger FPÖ-Obmann und früherer Verkehrsminister bekannt ist und derzeit dem Burgenländischen Landtag angehört, war am Freitag in Pinkafeld im Burgenland nach einem positiven Alko-Vortest zur Abgabe seines Führerscheins verpflichtet worden. Die Polizei führte den Test kurz vor 12 Uhr an seiner Wohnadresse durch und stellte einen Wert von 2,48 Promille fest. Am darauffolgenden Samstag meldete er sich öffentlich zu Wort: Es tue ihm leid, und er werde sämtliche behördlichen Konsequenzen, die aus dem Vorfall erwachsen, auf sich nehmen.

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KO KOSMO-Redaktion
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