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Ausrüstungsdiebstahl

Dreiste Diebe klauten Rettungsseile der Bergrettung

Dreiste Diebe klauten Rettungsseile der Bergrettung
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Ein Diebstahl im Klettergarten könnte im Ernstfall Menschenleben kosten – Bergrettung Windischgarsten erstattet Anzeige.

Unbekannte haben aus Rettungstonnen im Klettergarten Kampermauer am Hengstpass im Bezirk Kirchdorf an der Krems zwei Rettungsseile der Bergrettung Windischgarsten gestohlen. Bei den entwendeten Seilen handelt es sich um je 250 Meter lange, in Säcken verpackte Ausrüstungsgegenstände mit einem Gewicht von rund 20 Kilogramm – unverzichtbares Material für Rettungseinsätze im Gebirge. Ihr Fehlen im Einsatzfall könnte schwerwiegende, im schlimmsten Fall tödliche Folgen haben.

Die Bergrettung hatte die Seile bewusst in wasserfesten Tonnen an ausgewählten Standorten hinterlegt, damit die Einsatzkräfte ohne die schwere Last aufsteigen und das Material erst oben zur Bergung blockierter oder verletzter Alpinisten einsetzen können.

Diebstahl entdeckt

Dieses Depotsystem wurde eingerichtet, um bei Einsätzen in den beliebten Mehrseillängenrouten keine wertvolle Zeit zu verlieren. Die Tonnen sind zwar nicht versperrt, jedoch mit Kabelbindern gesichert, die das Öffnen zumindest erschweren sollen, wie die Bergrettungsortsstelle Windischgarsten am Montag mitteilte. Entdeckt wurde der Diebstahl bei einer routinemäßigen Kontrolle der Rettungstonnen im Rahmen einer Bergeübung am Samstag – eine der Tonnen war dabei vollständig geleert.

Klare Ansage

„Wir sind extrem froh, dass wir diesen Diebstahl jetzt im Zuge der Übung bemerkt haben. Im Ernstfall hätte uns hier ein absolutes Horrorszenario gedroht! Der Zeitverlust, der entsteht, wenn wir die passenden Seile erst mühsam nachbringen müssen, kann im schlimmsten Fall über Leben und Tod entscheiden“, betonte Thomas Riesenhuber, Ortsstellenleiter der Bergrettung Windischgarsten. Der Vorfall wurde zur Anzeige gebracht.

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KO KOSMO-Redaktion
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