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Verfolgungsjagd

E-Scooter-Wahnsinn in Wien: Polizei misst bis zu 129 km/h

E-Scooter-Wahnsinn in Wien: Polizei misst bis zu 129 km/h
Symbolbild Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Auf der Donauinsel wurde ein E-Scooter zur Waffe – mit Tempo 80 durch Menschenmassen, Passanten sprangen zur Seite.

Beamte des Fahrraddienstes der Landesverkehrsabteilung Wien wurden während ihrer Streife im Bereich des Wassersportzentrums auf der Donauinsel auf zwei E-Scooter-Fahrer aufmerksam, die mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unterwegs waren und beim Anblick der Polizisten sofort wendeten. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf – dabei erreichten die flüchtenden Fahrer Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h. Mehrfach gerieten dabei Passanten in gefährliche Situationen, die sich nur durch einen Sprung zur Seite vor einer Kollision retten konnten.

In Österreich dürfen E‑Scooter im Straßenverkehr höchstens eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h und eine Motorleistung von maximal 600 Watt aufweisen. Überschreitet ein E‑Scooter diese Grenzen und wird dennoch im öffentlichen Verkehr gelenkt, gilt er als nicht zugelassenes Kraftfahrzeug, wofür Verwaltungsstrafen nach dem Kraftfahrgesetz von bis zu 10.000 Euro vorgesehen sind.

Als einer der Lenker trotz der bereits hohen Geschwindigkeit weiter beschleunigte, verlor sein Fahrzeug die Stabilität und er geriet beinahe zu Sturz. Die Beamten nutzten diesen Moment, um den Mann anzuhalten und die Flucht zu beenden. Eine anschließende Rollentestung des Geräts wurde aus Sicherheitsgründen bei 129 km/h abgebrochen – höhere Werte wären nach Einschätzung der Beamten noch möglich gewesen.

Anzeigen & Sicherstellung

Der 20-jährige österreichische Staatsbürger wurde mehrfach angezeigt. Ein hinzugezogener Amtsarzt stellte fest, dass der Mann zum Zeitpunkt des Vorfalls nicht fahrtauglich war. Zusätzlich erstatteten die Beamten Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Wien wegen des Verdachts der Gefährdung der körperlichen Sicherheit. Der E-Scooter wurde sichergestellt. Nach dem zweiten Fahrer wird noch gesucht.

Wiener Schwerpunktaktion

Die Wiener Polizei geht bereits seit geraumer Zeit gezielt gegen illegale Umbauten an E-Scootern und E-Bikes sowie gegen Verkehrsverstöße mit diesen Fahrzeugen vor. Im Rahmen einer Schwerpunktaktion stellten Beamte des uniformierten Fahrraddienstes am selben Tag insgesamt 145 Organmandate aus und erstatteten 99 Anzeigen. Rollentestungen an E-Scootern ergaben Geschwindigkeiten von bis zu 56 km/h – auch in diesen Fällen folgten entsprechende Anzeigen.

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KO KOSMO-Redaktion
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