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Datenschutzrisiko

Echtzeit-Tracking bei Instagram: Datenschützer schlagen Alarm

Echtzeit-Tracking bei Instagram: Datenschützer schlagen Alarm
(FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Instagram führt neue Karten-Funktion ein, die Standort in Echtzeit teilt. Die Neuerung soll laut Betreiber die Verbindung zwischen Nutzern stärken, indem sie Inhalte von ihren Lieblingsorten leichter auffindbar macht.

Der Social-Media-Riese Instagram hat sein Angebot um eine neue Funktion erweitert: „Instagram Map“ ermöglicht es Nutzern nun, ihren aktuellen Standort in Echtzeit mit Freunden zu teilen. Sobald ein Beitrag mit Standortmarkierung versehen wird, erscheint dieser für 24 Stunden auf der App-Karte. Besonders bemerkenswert: Der eigene Standort wird automatisch aktualisiert, sobald man die App öffnet oder zu ihr zurückkehrt.

Die Funktion wurde am 6. August 2025 zunächst in den USA eingeführt, eine weltweite Verfügbarkeit – darunter auch für Nutzer in Österreich – ist laut Meta in den kommenden Wochen geplant. Ein exaktes Datum für den Start hierzulande steht noch nicht fest.

Meta (Instagrams Mutterkonzern), betont, dass die Standortfreigabe nur eingeschränkt möglich sei – entweder mit Personen, denen man folgt, oder mit einer selbst zusammengestellten Freundesliste. Wer die Funktion abschalten möchte, findet die entsprechende Option über das Nachrichtensymbol in der oberen rechten Ecke. Nach einem Klick auf das Kartensymbol und anschließend auf das Zahnradsymbol können Nutzer festlegen, ob sie ihren Standort mit niemandem, ausgewählten Freunden oder allen Followern teilen möchten.

Vorsicht bei Standort-Tags

Wichtig zu wissen: Beiträge mit Standort-Tags erscheinen automatisch für 24 Stunden auf der Instagram Map, auch wenn die Kartenfunktion nicht explizit aktiviert wurde. Dies betrifft insbesondere Stories und Reels, die mit einem Orts-Tag versehen sind, was dazu führen kann, dass Nutzer unbewusst ihren Standort teilen. Allerdings findet laut Instagram kein permanentes Live-Tracking statt – der Standort wird nur beim Öffnen oder erneuten Aufrufen der App aktualisiert.

Datenschutzbedenken

Datenschutzexperten sehen die neue Funktion allerdings kritisch und warnen vor möglichen Sicherheitsrisiken. Zwar ist die Instagram Map standardmäßig deaktiviert und muss vom Nutzer selbst eingeschaltet werden, doch viele Anwender sind sich der Datenschutzeinstellungen nicht vollständig bewusst oder wissen nicht, wie sie diese richtig anwenden. Die Echtzeit-Standortfreigabe könnte im schlimmsten Fall zu unerwünschter Verfolgung, Belästigung oder sogar gewalttätigen Übergriffen führen – besonders jüngere Nutzer seien hier gefährdet.

Fachleute raten daher dringend dazu, die Datenschutzeinstellungen gründlich zu überprüfen und sich der möglichen Risiken bewusst zu werden, bevor man die neue Kartenfunktion aktiviert.

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KO KOSMO-Redaktion
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