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Versorgungslage

Eiermangel spitzt sich zu – Gastronomie kauft im Supermarkt

Eiermangel spitzt sich zu – Gastronomie kauft im Supermarkt
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Millionen Legehennen ausgefallen, Gastronomie und Handel im Verteilungskampf – Österreichs Eiermarkt steht unter Druck.

Die Vogelgrippe versetzt den europäischen Eiermarkt derzeit in Aufruhr. In mehreren Ländern sind Millionen Legehennen ausgefallen – Auswirkungen, die auch in Österreich spürbar sind. „Die Situation ist angespannt, aber beherrschbar“, sagte Oberösterreichs Landwirtschaftskammerpräsident Franz Waldenberger am Donnerstag. Dennoch sieht die Branche keinen Anlass zur Sorge mit Blick auf die bevorstehenden Feiertage: Leere Supermarktregale zu Ostern seien nicht zu befürchten.

Druck auf den Markt

Besonders hart trifft die Geflügelpest den Norden Europas. Seit dem Herbst sind dort rund zwölf Millionen Legehennen weggefallen. In Österreich zeigt sich das Bild weniger dramatisch, wenngleich auch hierzulande Konsequenzen nicht ausbleiben.

Seit dem 20. November gilt in mehreren Regionen – darunter Gebiete entlang von Gewässern sowie Teile des Ostens und Südens des Landes – eine Stallpflicht für Geflügel. Das stellt vor allem Betriebe mit Freilandhaltung vor Herausforderungen. In Oberösterreich etwa kommt mehr als vier von zehn Eiern aus Freilandhaltung – ein Anteil, der deutlich über dem österreichischen Durchschnitt liegt.

Zusätzlichen Druck auf den Markt erzeugt die Gastronomie. Normalerweise beziehen viele Gastronomiebetriebe ihre Eier aus anderen EU-Ländern, doch die Vogelgrippe hat dort die Verfügbarkeit eingeschränkt. Die Folge: Restaurants weichen verstärkt auf österreichische Produkte aus – und konkurrieren damit direkt mit dem Lebensmitteleinzelhandel um dasselbe Angebot.

Aus der Branche ist von einer vorübergehenden Schieflage die Rede, weil Eier, die andernfalls in der Gastronomie landen würden, im Handel zeitweise knapper werden.

Wachstumspläne bis 2028

Trotz der aktuellen Engpässe blickt die Branche mit Wachstumsplänen in die Zukunft: Bis 2028 sollen rund 500.000 zusätzliche Legehennen in Betrieb gehen, womit der Gesamtbestand auf etwa acht Millionen Tiere anwachsen würde.

Die jährliche Produktion stiege damit um rund 135 Millionen Eier.

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KO KOSMO-Redaktion
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