Eine lästige Reiseregel gehört am Flughafen Wien-Schwechat ab sofort der Vergangenheit an – pünktlich zum Ferienbeginn.
Wer kennt es nicht? Schnell noch die Sonnencreme in eine kleinere Flasche umfüllen oder das Lieblingsparfum zu Hause lassen, weil der Behälter mehr als 100 Milliliter fasst. Damit ist am Flughafen Wien-Schwechat jetzt Schluss. Ab dem 4. Juli 2026, dem ersten Ferientag in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland, fällt die bisherige 100-Milliliter-Regel. Dank neuer Sicherheits-Scanner dürfen Reisende künftig deutlich größere Flüssigkeitsmengen im Handgepäck transportieren.
Konkret bedeutet das: Statt der bisherigen 100-Milliliter-Grenze sind Flüssigkeiten in Behältern mit einem Fassungsvermögen von bis zu zwei Litern künftig im Handgepäck erlaubt. Ob Trinkflasche, Shampoo, Sonnencreme oder Kosmetikprodukte – das mühsame Umfüllen in winzige Reisefläschchen gehört für viele Passagiere damit der Vergangenheit an.
Neue Scanner-Technologie
Ermöglicht wird diese Neuerung durch Gepäckscanner der neuesten Generation. Die Geräte arbeiten nach einem ähnlichen Prinzip wie Computertomographen und liefern dreidimensionale Aufnahmen des Handgepäckinhalts, was eine deutlich präzisere Überprüfung durch das Sicherheitspersonal erlaubt. Hinzu kommt ein weiterer praktischer Vorteil: Flüssigkeiten sowie elektronische Geräte wie Laptops müssen an der Kontrollstelle künftig nicht mehr separat ausgepackt werden. Das verkürzt die Wartezeiten spürbar und sorgt für einen merklich entspannteren Ablauf an den Sicherheitsschleusen.
Seit dem Sommer 2025 haben bereits mehrere europäische Flughäfen auf diese Technologie umgestellt. Passagiere an den Airports Mailand-Malpensa, Mailand-Linate, Rom-Fiumicino, Bologna und Turin können seither ebenfalls größere Flüssigkeitsbehälter im Handgepäck mitführen. Mit der Einführung am Flughafen Wien-Schwechat reiht sich nun auch Österreichs größter Airport in diese Entwicklung ein.
Wichtige Einschränkung
Die neue Regelung gilt ausschließlich für die Sicherheitskontrollen am Flughafen Wien-Schwechat. Wer von einem anderen Flughafen zurückfliegt, sollte sich im Vorfeld über die dort geltenden Bestimmungen informieren, da nicht alle Airports die neue Scanner-Technologie bereits im Einsatz haben.