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Flughafen Wien ändert Sicherheitsregeln zu Ferienbeginn

Flughafen Wien ändert Sicherheitsregeln zu Ferienbeginn
Foto: iStock
3 Min. Lesezeit |

Neue Scanner, mehr Platz, weniger Passagiere – am Flughafen Wien läuft gerade vieles gleichzeitig.

Pünktlich zum Ferienbeginn nimmt der Flughafen Wien neue Flüssigkeitsscanner in Betrieb – und damit fällt gleichzeitig das bislang geltende 100-Milliliter-Limit für Flüssigkeiten im Handgepäck. Flughafen-Vorstand Julian Jäger kündigte dies am Samstagabend in der Sendung „Bei uns“ an.

Bereits seit Monaten laufen die Umrüstungsarbeiten an den Sicherheitskontrollstationen. In den kommenden zwei Wochen sollen nun auch die letzten verbleibenden Stationen mit der neuen Technologie ausgestattet werden. „Wer am ersten Ferientag seinen Urlaub antritt, kann hundertprozentig sicher sein, dass man in Wien nicht mehr den Laptop, das iPad rausnehmen muss und dass man auch bis zu zwei Liter Flüssigkeiten mitführen kann“, so Jäger.

Wirtschaftliche Herausforderungen

Wirtschaftlich steht der Flughafen Wien derzeit vor spürbaren Herausforderungen: Bereits im Mai verzeichnete das Unternehmen einen Passagierrückgang von fünf Prozent. Für das laufende Gesamtjahr erwartet Jäger rund 30 Millionen Fluggäste – das wären 2,5 Millionen weniger als im Vorjahr.

Als einen der wesentlichen Faktoren für diese Entwicklung nennt Jäger den anhaltenden Krieg im Nahen Osten. „Im Mai waren wir noch bei minus 60 Prozent, aktuell sind wir bei rund minus 40 Prozent. Meine starke Vermutung ist, dass sich das über den Sommer normalisieren wird und dass wir gegen Ende des Jahres wieder genauso viele Passagiere wie in der Vergangenheit haben werden.“

Hinzu kommt, dass Low-Cost-Carrier wie Ryanair und Wizz Air ihre Kapazitäten am Standort Wien zurückgefahren oder gänzlich abgebaut haben. Als Begründung wurde die österreichische Flugabgabe angeführt, die im Vergleich zu östlichen Nachbarländern deutlich höher ausfällt. Bratislava gilt dabei als besonders harter Konkurrent, da dort eine solche Abgabe vollständig fehlt.

Jäger sprach sich erneut für eine Reduktion dieser Abgabe aus. „Wir sind überzeugt, dass sich so eine Absenkung sehr schnell amortisieren würde. Man darf nicht vergessen, 40 Prozent der Touristinnen und Touristen in Wien kommen mit dem Flugzeug.“ Gleichzeitig räumte er aus fiskalischen Überlegungen ein: „Eine komplette Abschaffung ist zurzeit schwierig.“

Geplante Süderweiterung

Parallel zu diesen wirtschaftlichen Überlegungen laufen am Flughafen Wien umfangreiche Ausbauarbeiten. Im nächsten Jahr soll die Süderweiterung des Terminal 3 fertiggestellt und in Betrieb genommen werden.

Das Projekt zielt vor allem auf eine Verbesserung des Komfortangebots ab – ein Bereich, in dem Jäger aktuell noch Nachholbedarf sieht. „Die Großzügigkeit des Terminals, das Angebot an Essen, an Shops, auch die Großzügigkeit der Warteflächen: da haben wir Luft nach oben. Und mit der Süderweiterung werden wir 70.000 Quadratmeter dazubekommen.“

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KO KOSMO-Redaktion
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