Nach dem Rückzug von Unimarkt teilen Rewe und Spar die Filialen unter sich auf. Während 43 Standorte gerettet werden, müssen rund 30 weitere schließen.
Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hat am Freitag der Rewe-Gruppe die Erlaubnis erteilt, 20 ehemalige Unimarkt-Filialen zu übernehmen. Diese Entscheidung folgt nur einen Tag nach der Genehmigung für Spar, 23 Standorte zu übernehmen. Damit wechseln insgesamt 43 Filialen zu den beiden Handelsriesen, während etwa 30 weitere Standorte mangels Übernahmeinteressenten geschlossen werden müssen.
Der in Traun (Oberösterreich) ansässige Lebensmittelhändler Unimarkt hatte im September 2025 seinen Rückzug vom Markt bekannt gegeben, woraufhin die Suche nach Nachfolgelösungen begann. Für sechs weitere Standorte konnten laut Unternehmensangaben zukunftsfähige Konzepte entwickelt werden, wobei fünf davon weiterhin als Lebensmittelgeschäfte betrieben werden sollen. Bei zehn weiteren Filialen laufen derzeit noch Verhandlungen mit selbständigen Kaufleuten über eine mögliche Weiterführung.
Behördliche Auflagen
Die Zustimmung der BWB zur Übernahme der 20 Unimarkt-Standorte durch Rewe erfolgte unter bestimmten Bedingungen. Der Konzern muss sicherstellen, dass zehn spezifisch benannte Filialen über einen Zeitraum von zehn Jahren von selbständigen Adeg-Kaufleuten betrieben werden.
Bei ihrer Prüfung hat die Wettbewerbsbehörde, ähnlich wie beim Spar-Verfahren, sowohl die Auswirkungen auf Verbraucher als auch auf regionale Lieferanten untersucht. Die Analyse umfasste die jeweiligen Einzugsgebiete mit besonderem Augenmerk auf die Erreichbarkeit alternativer Einkaufsmöglichkeiten und das Kundenverhalten einschließlich Pendlerströmen. Jeder der 20 Standorte wurde einzeln bewertet. Der Bundeskartellanwalt war in die Verhandlungen über die Auflagen eingebunden und stimmte der Freigabe ebenfalls zu.
Regionale Verteilung
Von den künftig zu Rewe gehörenden ehemaligen Unimarkt-Filialen befinden sich 13 in Oberösterreich, zwei in Niederösterreich und fünf in der Steiermark. Ursprünglich plante Rewe auch die Übernahme eines weiteren steirischen Standorts in Lebring, zog dieses Angebot jedoch aus internen Unternehmensgründen zurück, wie die BWB mitteilte.