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Erpressungsaffäre

Epstein-Ausschuss: Microsoft-Milliardär muss zu Erpressung und Affären aussagen

Epstein-Ausschuss: Microsoft-Milliardär muss zu Erpressung und Affären aussagen
Foto: epa/GIAN EHRENZELLER
2 Min. Lesezeit |

Bill Gates, einer der reichsten Menschen der Welt, muss sich bald unbequemen Fragen stellen – im Herzen des US-Parlaments.

In rund zwei Monaten muss sich Bill Gates, Mitgründer von Microsoft, vor einem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses verantworten. Der 70-Jährige soll voraussichtlich am 10. Juni aussagen – im Rahmen der parlamentarischen Aufarbeitung des Skandals rund um den verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Ein Sprecher des Milliardärs erklärte, Gates „begrüße die Gelegenheit, vor dem Ausschuss zu erscheinen“.

Gates wird vor dem House Oversight Committee in einem transkribierten Interview befragt. Er sei „niemals Zeuge von Epsteins illegalen Handlungen oder daran beteiligt“ gewesen und wolle die Arbeit des Ausschusses unterstützen.

Verbindung zu Epstein

Wie NTV unter Berufung auf US-Medien wie CBS News und CNBC berichtet, war Gates in der Vergangenheit wiederholt mit Epstein in Verbindung gebracht worden. Bereits 2019 berichtete die New York Times über mehrere Zusammentreffen der beiden. Das Wall Street Journal brachte zudem ans Licht, dass Epstein Gates mit der Enthüllung einer Affäre mit einer russischen Bridge-Spielerin unter Druck gesetzt haben soll.

Jeffrey Epstein starb 2019 im Gefängnis, nachdem er wegen Sexhandels mit Minderjährigen verurteilt worden war. In Dokumenten, die Anfang dieses Jahres veröffentlicht wurden, verdichtet sich der Eindruck, dass Epstein den Microsoft-Gründer zu erpressen versuchte.

Gates‘ Eingeständnis

Gates räumte später zwei außereheliche Affären ein – eine mit einer russischen Bridge-Spielerin, eine weitere mit einer russischen Kernphysikerin. „Ich habe nichts Illegales getan. Ich habe nichts Illegales gesehen“, betonte er.

Seine Treffen mit Epstein bezeichnete Gates gegenüber dem Wall Street Journal bereits Anfang 2025 als „großen Fehler“. Die Zeit, die er mit dem verurteilten Sexualstraftäter verbracht habe, sei „ein riesiger Fehler“ gewesen, so der Milliardär.