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Erdöl-Suche: Shell kehrt nach Bosnien-Herzegowina zurück

Shell hat vor zwei Jahren die Suche nach Erdöl in Bosnien-Herzegowina aufgegeben. Nun will der Konzern mit der bosnischen Regierung wieder verhandeln. (Foto: iStock)

Der britisch-niederländische Ölkonzern hat Interesse an der Beziehung zur bosnisch-herzegowinischen Regierung gezeigt, um die Erdöl-Suche wieder aufzunehmen.

Vor zwei Jahren hatte Shell die Suche nach Erdöl in Bosnien-Herzegowina offiziell aufgegeben. Im November 2011 hatte der Ölkonzern eine Absichtserklärung mit der Führung der Föderation unterzeichnet und diese Erklärung 2013 und 2014 erweitert, um eine Förderlizenz zu erhalten, berichten lokale Medien. Während dieser Zeit gab es jedoch keine Verhandlungen zwischen dem Konzern und der bosnischen Regierung.

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Die amerikanische Ölfirma Amoco und das britische Consultingunternehmen „Exploration Consultants Limited“ haben im Jahr 1989 Rechte zur Suche nach Erdöl in Bosnien-Herzegowina erworben.

 

Shell wollte auf dem Gebiet zwischen Bihac im Westen bis in die Nähe von Trebinje im Südosten des Landes, auf Basis der zwischen 1970 und 1990 unternommenen Voruntersuchungen, nach Öl und Gas suchen. Diese Ergebnisse wiesen auf dem Gebiet rund um Tuzla im Nordosten des Landes Erdöl in der Tiefe zwischen 1.000 und 1.300 Metern auf. In einem offiziellen Brief kündigte Shell einen offiziellen Rückzug 2015 an.

Nun plant Shell am 23. Oktober ein Treffen mit den Vertretern der Föderationsregierung in Sarajevo. Dabei erwarten politische Vertreter die Rückkehr des Unternehmens nach Bosnien-Herzegowina, laut der Tageszeitung Dnevni Avaz. Die Föderation versuchte die Erdöl-Suche im Alleingang zu startet, jedoch ohne Erfolg. Nach Schätzungen des Geologischen Insititus der Föderation befindet sich in Bosnien-Herzegowina etwa eine Milliarde Barrel Erdöl.

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Die grenzüberschreitenden Einkäufe der Nachbarländer in Bosnien-Herzegowina haben im Vergleich zum Vorjahr stark zugenommen.

 

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