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Amokfahrt

Erste Details zu Leipzig-Amokfahrer bekannt

Erste Details zu Leipzig-Amokfahrer bekannt
(FOTO: Screenshot X)
2 Min. Lesezeit |

Ein Auto rast durch eine belebte Fußgängerzone, zwei Menschen sterben – Leipzig erlebt einen der schwersten Tage seiner jüngeren Geschichte.

Am Montagnachmittag ist in der Leipziger Innenstadt ein Auto in eine Menschengruppe gefahren. Ein grauer VW Taigo raste durch die Fußgängerzone und kam schließlich vor dem Eis&Kuchen-Café Pascucci zum Stehen – in unmittelbarer Nähe der Thomaskirche und des Marktplatzes. Der Fahrer, ein 33-jähriger Deutscher, nach Polizeiangaben „in Deutschland geboren und in Leipzig wohnhaft“, leistete bei seiner Festnahme keinen Widerstand.

Die Behörden gehen „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ davon aus, dass er allein handelte. Sachsens Innenminister Armin Schuster bezeichnete ihn auf einer Pressekonferenz als „Amoktäter“. Laut einem Bericht der „Bild“ war der Mann der Polizei bereits zuvor bekannt.

Fahrt durch die Innenstadt

Der Wagen legte auf der Grimmaischen Straße eine Strecke von rund 500 Metern zurück – vom Augustusplatz bis zum Markt. Dabei kam es nach Angaben der Polizei zu „zwei schweren Kollisionen“. In der unmittelbaren Umgebung liegen die Universität Leipzig sowie die Nikolaikirche, die als zentraler Ort der Friedlichen Revolution gilt.

Der Superintendent der Nikolaikirche berichtete in der Leipziger Volkszeitung, etliche Menschen seien in das Gotteshaus geströmt, um Schutz und Zuspruch zu suchen.

Tote und Verletzte

Zwei Menschen kamen ums Leben, rund 20 Personen gelten als betroffen, drei davon schwer verletzt – das teilten Oberbürgermeister Burkhard Jung und die Polizei mit. Angaben zu den Opfern sollen erst gemacht werden, sobald die Angehörigen entsprechend informiert worden seien.

Jung appellierte an die Bevölkerung, nach Hause zu gehen, und versicherte, dass akut keine weitere Gefahr bestehe. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sprach in einer ersten Stellungnahme von einer „mutmaßlichen Amokfahrt“. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen Mordes und versuchten Mordes aufgenommen.

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KO KOSMO-Redaktion
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