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Erste Hilfe: Was tun, wenn das Kind vom Bett fällt?

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In unserer neuen Rubrik “KOSMO kid care” wollen wir euch regelmäßig mit wichtigen Themen rund ums Kind versorgen. Den Anfang machen wir mit wichtigen Erste Hilfe-Tipps…

Durch die Quirligkeit von Kleinkindern kommt es häufig und in zahlreichen Haushalten zu Stürzen, die selbst die schnellsten Elternhände nicht verhindern können. Sei es die Wickelkommode, der Laufanfänger, eine Treppe oder gar das Bett – all diese Gefahrenherde können verheerende Kopfverletzungen mit sich bringen. Dazu kommt, dass insbesondere junge Kinder bei einem Sturz in erster Linie am Kopf verletzt werden.

Allerdings sind Stürze auf die Stirn, das Gesicht oder den Hinterkopf in 90 Prozent der Fälle unproblematisch, da es sich dabei meistens um leichte Schädel-Hirn-Trau¬men handelt. Große Gefahr besteht allerdings, wenn das Kleinkind aus ¬einer großen ¬Höhe – beispielsweise mehr als zwei Meter -, mit hoher Geschwindigkeit – mehr als 30 km/h – oder auf einen harten Untergrund aufschlägt.

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In unserer neuen Rubrik “KOSMO kid care” wollen wir euch regelmäßig mit wichtigen Themen rund ums Kind versorgen. Den Anfang machen wir mit wichtigen Erste Hilfe-Tipps…

 

Beobachtung ist wichtig!
Wichtig ist es das Kind nach einem Sturz mindestens zwölf Stunden lang gut zu beobachten. Zeigt das Kind in dieser Zeit keine Anzeichen einer Bewusstseinsstörung, ist eine Hirnverletzung sehr unwahrscheinlich. Das ist allerdings nicht der Fall, wenn das Kind langsamer reagiert als sonst. Typische Symp¬tome sind zudem Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, die bis zu 24 Stunden nach dem Unfall auftreten können.

Vor allem bei Babys ist Achtsamkeit geboten! Wenn sie weder trinken noch plappern, kann es sich dabei um Hinweise auf ein schweres Schädel-Hirn-Trauma handeln. Hier muss ein Arzt her!

Diese Checkliste müssen Eltern beachten:
Wird das Kind nach dem Sturz müde und schläft ein, sollte man es in den ersten sechs Stunden nach dem Sturz stündlich wecken, auch nachts, empfehlen Experten. Das muss dann überprüft werden:
• Öffnet das Kind die Augen?
• Sind beide Pupillen gleich groß?
• Verengen sich die Pupillen unter einem Lichtstrahl (einer Taschenlampe beispielsweise)?
• Kribbeln die Arme und Beine des Kindes oder fühlen sie sich taub an?
• Hat es Kopfweh oder ist ihm übel?

In diesem Fall muss der Notarzt her
Wir das Kind nach dem Vorfall bewusstlos, muss der Notarzt gerufen werden! Das gilt auch bei nur kurzer Bewusstlosigkeit. Das Kind muss dann in ein Krankenhaus, damit es untersucht und notfalls operiert werden kann. Fließt klare oder blutig verfärbte Flüssigkeit aus Nase oder Ohr, kann das auf einen Schädelbasisbruch hindeuten. Auch hier muss schnellstmöglich ein Arzt gerufen werden.

Warnzeichen
Treten etwa 24 Stunden nach dem Sturz folgende Symptome auf, sollten Eltern mit dem Nachwuchs zum Arzt oder ins Krankenhaus fahren:
– Bewusstlosigkeit
– mehrfaches Erbrechen
– starke und zunehmende Kopfschmerzen
– äußere Schädelverletzungen, die über einen kleinen Bluterguss an der Stirn hinausgehen
– auffällige Verhaltens- und Wesens¬änderungen
– Gefühlsstörungen oder Lähmungen
– Schielen oder andere Auffälligkeiten der Augenstellung