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Kindergarten-Skandal

Erzieherinnen sollen Kinder an die Sessel geklebt haben, damit sie stillsitzen!

Erzieherinnen sollen Kinder an die Sessel geklebt haben, damit sie stillsitzen!
Symbolbild FOTO: iStock
2 Min. Lesezeit |

Kinder mit Klebeband an Stühle gefesselt? In einem bayerischen Kindergarten sollen zwei Betreuerinnen zu drastischen Mitteln gegriffen haben, um für Ruhe zu sorgen.

Schwere Anschuldigungen erschüttern Kindergarten in Bayern. Die Staatsanwaltschaft hat Untersuchungen eingeleitet, nachdem der Verdacht aufkam, dass Kinder in einer Betreuungseinrichtung misshandelt wurden. In einem unterfränkischen Kindergarten sollen Kinder statt liebevoller Betreuung Zwangsmaßnahmen erlebt haben – offenbar nur, weil sie nicht ruhig sitzen blieben.

Zwei Betreuerinnen des Kindergartens St. Josef in Sommerkahl stehen unter Verdacht, Kinder mit Klebeband an Stühlen fixiert zu haben, um sie zum Stillsitzen zu zwingen. Dies geht aus Berichten von Radio Primavera hervor. Eine betroffene Mutter schilderte dem lokalen Sender, die Erzieherinnen hätten den Kindern gedroht: „Ihr dürft es zu Hause nicht erzählen – sonst gibt’s Ärger.“ Die mutmaßlichen Vorfälle sollen sich zwischen Februar und März 2025 zugetragen haben.

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Laufende Ermittlungen

Die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg hat auf Anfrage von RTL bestätigt, dass gegen „zwei weibliche Beschäftigte des Kindergartens“ Ermittlungen wegen „des Verdachts der Körperverletzung und der Freiheitsberaubung“ im Gange sind. Es wird betont, dass die Unschuldsvermutung gilt. Obwohl die beschuldigten Frauen zunächst weiter ihrer Tätigkeit nachgingen, sind sie inzwischen nicht mehr im Dienst, wie Bürgermeister Albin Schafer gegenüber dem Bayerischen Rundfunk bestätigte.

Nach offiziellen Angaben sind sowohl die Gemeinde als auch das Landratsamt seit April 2025 in die Aufklärung des Falls eingebunden. Die Behörden arbeiten eng mit der Staatsanwaltschaft Aschaffenburg zusammen, um die schweren Vorwürfe zu untersuchen.

Gemeinde reagiert

Die Gemeinde verweist auf ihrer Internetpräsenz auf die laufenden Ermittlungen und verzichtet auf weitere Stellungnahmen. Dennoch macht die Gemeinde Sommerkahl gemeinsam mit dem Kindergarten deutlich: „Wir wollen für die Kinder und die Eltern da sein und die Vorwürfe, die im Raum stehen, aufklären.“ In einer offiziellen Stellungnahme betonte die Gemeinde Sommerkahl ihre Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und der Staatsanwaltschaft zur vollständigen Aufklärung des Falls.

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KO KOSMO-Redaktion
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