Wien bereitet sich auf den ESC 2026 vor – doch die Stimmung im Land ist gespalten, und die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache.
Noch bevor in der Wiener Stadthalle der erste Ton des Eurovision Song Contest 2026 erklingt, zeigt eine aktuelle Erhebung ein ernüchterndes Stimmungsbild: Mehr als ein Drittel der Österreicherinnen und Österreicher steht dem Großereignis ablehnend gegenüber. Konkret gaben 38 Prozent der Befragten an, mit dem ESC nichts anfangen zu können. Zwar überwiegt mit 44 Prozent formal die positive Haltung – von breiter gesellschaftlicher Begeisterung ist das Land jedoch weit entfernt.
Wirtschaftliche Skepsis
Besonders ausgeprägt ist die Skepsis, wenn es um die wirtschaftliche Bilanz geht, die das Event hinterlassen soll. Eine Mehrheit von 54 Prozent der Befragten zweifelt daran, dass der Wettbewerb für Österreich einen wirtschaftlichen Gewinn darstellen wird. Stattdessen überwiegt die Sorge vor einem kostspieligen Spektakel ohne nennenswerten Nutzen.
Politische Debatten
Neben der wirtschaftlichen Dimension entfacht der ESC auch politische Debatten. Die Frage nach einer möglichen Teilnahme Israels spaltet die Bevölkerung nahezu gleichmäßig: 33 Prozent sprechen sich für einen Ausschluss aus, 31 Prozent sind dagegen. Eindeutiger fällt das Meinungsbild beim Thema Russland aus – fast jede zweite befragte Person befürwortet, dass das bestehende Startverbot für Russland aufrechterhalten bleibt.