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Ausbeutung

Europas größte Reifenfabrik in Serbien: Fortschritte bei Arbeitsbedingungen & Umwelt

Europas größte Reifenfabrik in Serbien: Fortschritte bei Arbeitsbedingungen & Umwelt
FOTO: iStock
3 Min. Lesezeit |

Die Linglong Tire Fabrik in Zrenjanin, Serbien, ist Europas größte Reifenproduktionsstätte und bereits seit September 2024 in Betrieb. Auf einer Fläche von 97 Hektar stellt das Werk jährlich bis zu 14 Millionen Reifen her, die überwiegend für den europäischen Markt bestimmt sind. Hauptabnehmer ist vor allem der Nutzfahrzeughersteller MAN, während andere große Automobilhersteller wie Renault und Volkswagen ihre Reifen weiterhin aus China beziehen.

Die Fabrik zählt zu den größten chinesischen Industrieprojekten auf dem Balkan und produziert Pkw-, Lkw- und Spezialreifen für diverse europäische Kunden.

Arbeitsbedingungen und Umweltstandards im Fokus

Während der Bauphase gab es Berichte über missliche Zustände auf der Baustelle. Rund 500 vietnamesische Arbeiter lebten unter schwierigen Bedingungen in provisorischen Unterkünften. Diese Vorwürfe stießen auf breite Kritik von lokalen Aktivisten und Nichtregierungsorganisationen, die die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards forderten.

Die serbischen Behörden sowie internationale Menschenrechtsorganisationen beobachten die Situation weiterhin genau. Kritisiert wird insbesondere das Vorgehen gegenüber Subunternehmern, die für die betroffenen Arbeitsbedingungen verantwortlich gemacht werden.

Investitionen und Verbesserungen

Linglong hat im Laufe der Zeit zahlreiche Arbeitsplätze in der Region geschaffen und arbeitet aktiv daran, die Lebens- und Arbeitsbedingungen vor Ort zu verbessern. Dazu zählen der Bau von Mitarbeiterwohnungen und Freizeiteinrichtungen wie Spielplätzen. Auch ein umfassendes Lieferantenmanagementsystem wurde eingeführt, das soziale und ökologische Kriterien streng berücksichtigt.

Offizielles Statement von Linglong Tire

Das Unternehmen betont, dass alle Geschäftsaktivitäten in Übereinstimmung mit den serbischen Gesetzen sowie den Anforderungen an humane und gesetzlich vorgeschriebene Arbeitsbedingungen durchgeführt werden. „Linglong nimmt seine Verantwortung sehr ernst und überprüft sich selbst und seine Geschäftspartner regelmäßig, um die Einhaltung dieser Vorschriften sicherzustellen“, heißt es im Statement.

Das Unternehmen weist darauf hin, dass die erwähnten Vorwürfe viele Jahre alt sind und sich auf Subunternehmer beziehen, nicht auf Linglong selbst. Nach Bekanntwerden der Kritik seien umgehend Maßnahmen ergriffen worden, um die Lebensbedingungen der Mitarbeiter zu verbessern. Bereits 2022 habe man sich von den damaligen Subunternehmern getrennt.

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Weiterhin wurden Anfang 2022 neue Anforderungen für Arbeitsbedingungen, Menschenrechte, Umweltschutz und Geschäftsethik eingeführt. Ein verbindlicher Verhaltenskodex für alle Partner und Auftragnehmer wurde veröffentlicht, der klare Regeln zur Einhaltung von Sozial- und Umweltgesetzgebung enthält.

Linglong betont, dass die Verbesserung der Lebensbedingungen der Mitarbeiter für das Unternehmen höchste Priorität hat. Das Unternehmen lehnt „falsche und geschäftsschädigende Vorwürfe“ entschieden ab und unterstreicht sein Engagement für gute Arbeitsbedingungen und Umweltstandards.

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KO KOSMO-Redaktion
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