Ein Tod, eine Reaktion – und ein tiefer Einblick in eine der giftigsten Fehden der US-Politik.
Robert Mueller, langjähriger Direktor des FBI, ist am 21. März 2026 im Alter von 81 Jahren gestorben. Bereits im vergangenen Jahr war öffentlich geworden, dass Mueller an Parkinson erkrankt war. Die Erkrankung, bei der Nervenzellen im Gehirn, die den Botenstoff Dopamin produzieren, nach und nach absterben, beeinträchtigt die Fähigkeit des Körpers, Bewegungen zu kontrollieren – Zittern zählt zu den charakteristischen Symptomen. Über seinen Tod berichteten US-Medien unter Berufung auf Angaben seiner Familie.
Trumps Reaktion
US-Präsident Donald Trump reagierte auf den Tod des früheren FBI-Direktors nicht mit Beileid, sondern äußerte sich in sozialen Medien in auffallend unverhüllter Weise. Auf Truth Social schrieb Trump: „Gut, ich bin froh, dass er tot ist. Er kann unschuldigen Menschen nicht mehr schaden!“ Hintergrund dieser tief sitzenden Feindschaft ist Muellers Tätigkeit als Sonderermittler: Von 2017 bis 2019 hatte er im Auftrag der Justiz untersucht, ob Russland die US-Präsidentschaftswahl 2016 zugunsten Trumps beeinflusst hatte – ein Vorgang, der Trump während seiner gesamten Amtszeit erheblich belastete.
Muellers Ermittlungen
Muellers Ermittlungen erbrachten letztlich keine Belege für geheime Absprachen zwischen dem Trump-Wahlkampfteam und russischen Akteuren im Vorfeld der Wahl. Ob Trump die Justiz bei den Untersuchungen behindert hatte, ließ Mueller in seinem Abschlussbericht hingegen offen.
Trump selbst deutete den Bericht als vollständige Entlastung und bezeichnete die Ermittlungen wiederholt als „Hexenjagd“.