Keine Artikel gefunden
Versuche einen anderen Suchbegriff
Großalarm

Familiendrama: Sohn zündet Auto an – Nachbarn verhindern Inferno (FOTOS)

Familiendrama: Sohn zündet Auto an – Nachbarn verhindern Inferno (FOTOS)
FOTO: FF Peuerbach
3 Min. Lesezeit |

Nach einem Streit mit den Eltern eskalierte die Situation: Ein 44-Jähriger setzte in Steegen sein Auto in Brand. Nur das schnelle Eingreifen der Nachbarn verhinderte Schlimmeres.

In der beschaulichen 1000-Seelen-Gemeinde Steegen bei Peuerbach (Oberösterreich) löste ein Vorfall am Montagnachmittag einen Großalarm aus. Vier Feuerwehreinheiten rückten zu einem Einfamilienhaus aus, wo sich schnell herausstellte, dass hinter dem Brand weit mehr als ein gewöhnliches Feuer steckte – eine persönliche Katastrophe nahm ihren Lauf.

📍 Ort des Geschehens

Ein eskalierender Konflikt zwischen einem 44-Jährigen und seinen betagten Eltern (74 und 75 Jahre) führte zu einer folgenschweren Handlung. „Nach einer heftigen Auseinandersetzung mit seinen Eltern warf der Bewohner ihnen einen Hammer nach, als sie mit dem Auto davonfuhren“, erläutert Kerstin Kutsam von der Staatsanwaltschaft Wels. Der geschiedene Vater dreier Kinder parkte daraufhin seinen Volvo am Haus, übergoss das Fahrzeug mit einer brennbaren Mischung aus Bremsenreiniger und Flüssigkleber und setzte es in Brand.

⇢ Nachbarn in Todesangst: 43-Jähriger fuchtelt mit Machete durch Siedlung

Schnelle Reaktion

Aufmerksame Nachbarn bemerkten die aufsteigenden Rauchschwaden, alarmierten umgehend die Einsatzkräfte und begannen selbst mit ersten Löschversuchen. Die Anwohner griffen bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr zu mehreren Handfeuerlöschern, um eine Ausbreitung der Flammen zu verhindern. Vom Hausbewohner, der früher als Automechaniker tätig war, fehlte zu diesem Zeitpunkt jede Spur. Ohne das schnelle Eingreifen der Anwohner und der Feuerwehr hätten die Flammen mit hoher Wahrscheinlichkeit auf das Wohngebäude übergegriffen. Während das Haus nur geringfügig beschädigt wurde, brannte der schwarze Volvo vollständig aus.

 

Laufende Ermittlungen

Die Polizei konnte den Flüchtigen gegen 16:30 Uhr festnehmen. „Er befindet sich nun in der Justizanstalt Wels“, so Kutsam weiter. Die Entscheidung über eine Untersuchungshaft steht noch aus. Mehrere Indizien, darunter sein Verschwinden vom Tatort und das Unterlassen jeglicher Löschversuche, deuten auf vorsätzliche Brandstiftung hin.

Die Ermittler leiteten umgehend eine umfassende Spurensicherung ein, um die genauen Umstände des Brands zu klären. Bei dem Vorfall wurde glücklicherweise niemand verletzt, obwohl die Gefahr für das angrenzende Wohnhaus und die unmittelbare Nachbarschaft erheblich war.

Der bislang unbescholtene Mann lebt allein in dem Haus, während seine drei Kinder bei der Ex-Frau wohnen. Im Raum steht der Verdacht einer nicht diagnostizierten psychischen Erkrankung des mutmaßlichen Täters. Zudem könnte Alkohol bei der Tat eine Rolle gespielt haben.

Ob tatsächlich Brandstiftung oder lediglich Sachbeschädigung vorliegt, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Unabhängiger Journalismus braucht Unterstützung

Guter Journalismus entsteht nicht nebenbei. Gründliche Recherche, sorgfältige Faktenprüfung und eine kritische Einordnung brauchen Zeit, Erfahrung und Ressourcen. Damit wir weiterhin unabhängig berichten können – frei von politischem oder wirtschaftlichem Einfluss – sind wir auf deine Unterstützung angewiesen.

Hilf mit, unabhängigen Journalismus zu sichern.
KO KOSMO-Redaktion
Teilen