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Sicherheitsoffensive

Favoriten-Alarm: 120 Messer beschlagnahmt – Polizeichef fordert Verbot

Favoriten-Alarm: 120 Messer beschlagnahmt – Polizeichef fordert Verbot
FOTO: KOSMO Redaktion
2 Min. Lesezeit |

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Wiens oberster Polizist macht Druck für mehr Sicherheit auf den Straßen. Mit alarmierenden Zahlen untermauert er seine Forderung nach einem Messertrageverbot.

Der Wiener Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl hat sich in einem ORF-Interview deutlich für eine Verschärfung des Waffengesetzes ausgesprochen. Besonders die verbesserte Behördenvernetzung bei psychologischen Testergebnissen sei aus seiner Sicht ein wichtiger Fortschritt. „Es geht um die Sicherheit für die Menschen in dieser Stadt, in diesem Land. Und da kann ich natürlich alles nur begrüßen“, erklärte Pürstl.

Gefahr durch Messer

In seinen Ausführungen betonte der Polizeipräsident, dass er seit jeher ein Befürworter eines umfassenden Waffenverbots sei, mit besonderem Augenmerk auf ein Messertrageverbot. Messer stellten aus polizeilicher Sicht die größte Gefahr im öffentlichen Raum dar. Pürstl untermauerte seine Position mit konkreten Zahlen: „Wenn man nach Wien-Favoriten schaut und schaut, dass wir etwa im letzten Jahr 175 gefährliche Gegenstände beschlagnahmt haben und 120 davon sind Messer, dann kann man sich ungefähr ein Bild machen.“ Er äußerte zudem sein Unverständnis darüber, „warum jemand im öffentlichen Raum mit einem Messer herumlaufen muss“.

Nach Einschätzung des Landespolizeipräsidenten schafft die geplante Gesetzesverschärfung eine ausgewogene Balance zwischen dem Anspruch auf legalen, vernünftigen Waffenbesitz einerseits und dem Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung andererseits.

Insgesamt würden die neuen Regelungen die polizeiliche Arbeit erleichtern, so Pürstl.

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Waffenverbotszonen zeigen erste Erfolge

Die Zahlen aus den bereits bestehenden Waffenverbotszonen scheinen Pürstls Forderungen zu bestätigen. Seit Einführung der Waffenverbotszone in Wien-Favoriten im März 2024 wurden bis Jahresende 118 verbotene Waffen sichergestellt, darunter 80 Messer. Am Praterstern, wo eine solche Zone bereits länger existiert, beschlagnahmte die Polizei im selben Zeitraum 95 Waffen, davon 73 Messer.

Laut Pürstl haben sich die Szenen in beiden Zonen deutlich beruhigt, und die Gewaltkriminalität ist leicht rückläufig. Dies wertet die Polizei als Erfolg der Maßnahmen, weshalb auch eine Verlängerung der Waffenverbotszonen beschlossen wurde. Die verstärkten Kontrollen haben neben der Sicherstellung von Messern zudem zu einer Zunahme von Anzeigen im Bereich der Suchtmittelkriminalität geführt – ein Nebeneffekt der intensiveren Polizeipräsenz in den betroffenen Gebieten.

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