Start Wien
Problembezirk

Favoriten: Polizist in Waffenverbotszone mit Messer attackiert

(FOTO: iStock/Spitzt-Foto)
(FOTO: iStock/Spitzt-Foto)

In Wien-Favoriten, einem als Kriminalitätsschwerpunkt bekannten Stadtteil, entwickelte sich eine dramatische Situation, als ein Polizeibeamter während einer Routinekontrolle in einer Waffenverbotszone mit einem Messer angegriffen wurde.

Die Attacke ereignete sich am Freitagabend, wobei die Stichschutzweste des Beamten Schlimmeres verhüten konnte. Diese jüngste Gewalttat fügt sich ein in eine Reihe von Zwischenfällen, die in den letzten Wochen die öffentliche Aufmerksamkeit auf den Bezirk gelenkt haben.

Zunehmende Gewalt im Fokus

Erst kürzlich erhob die Staatsanwaltschaft Wien Anklage gegen einen 22-jährigen Tschetschenen und dessen 45-jährigen Vater. Ihnen wird versuchter Mord in zwei Fällen zur Last gelegt, nachdem sie in eine gewaltsame Auseinandersetzung mit zwei schwer verletzten Syrern verwickelt waren. Diese und ähnliche Vorfälle haben zur Einrichtung einer Waffenverbotszone rund um den Reumannplatz und Keplerplatz seit dem 30. März geführt. Seither verfolgt die Polizei eine Nulltoleranzpolitik gegenüber der Bedrohung der öffentlichen Sicherheit durch Waffen.

Eskalation bei Polizeikontrolle

Die jüngste Eskalation fand gegen 19:30 Uhr statt, als Beamte der Bereitschaftseinheit einen offensichtlich alkoholisierten Mann kontrollierten. Der Verdächtige, Mohammed Ismail R., ein 41-jähriger, nach dem in Deutschland gefahndet wurde, griff die Beamten zunächst mit Glasflaschen an. Dann zückte er ein Messer und attackierte einen Polizisten. Glücklicherweise blieb der Beamte dank seiner Stichschutzweste unverletzt.

Der aggressive Angreifer wurde letztlich mit einer Taser-Pistole außer Gefecht gesetzt und festgenommen. Die Ermittlungen zu diesem Vorfall laufen.