Ein Fiaker-Fahrer sorgte in Wien für Aufsehen: Mit 1,7 Promille lenkte er seine Kutsche über die Autobahn. Doch das war erst der Anfang.
In Wien spielte sich gestern ein ungewöhnliches Szenario ab, als ein Fiaker-Fahrer mit 1,7 Promille Alkohol im Blut auf der Stadtautobahn unterwegs war. Die Polizei musste mit zwei Streifenwagen den Kutscher samt Pferdekutsche von der A22 eskortieren, während zahlreiche Autofahrer das Geschehen beobachteten.
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Nur wenige Stunden später, um genauer zu sein drei, wurde derselbe 64-jährige Ungar erneut von der Polizei angehalten. Dieses Mal war er noch stärker alkoholisiert, mit einem Blutalkoholwert von 1,8 Promille, und lenkte ein Oldtimer-Elektroauto am Heldenplatz. Das Fahrzeug wird normalerweise für Stadtrundfahrten mit Touristen genutzt.
Letzte Chance vergeben
Der Arbeitgeber des betrunkenen Kutschers, mit dem oe24 ein Gespräch führte, hatte dem Fahrer eine letzte Chance gegeben. „Es war sein erster Arbeitstag, nachdem ihm der Fiaker-Schein für drei Jahre entzogen wurde“, erklärte der Vorgesetzte. Der Entzug der Lizenz war aufgrund von Alkoholkonsum erfolgt, und der Fahrer hatte seine Berechtigung erst vor zwei Wochen zurückerhalten. Sein Chef war der Meinung, dass der Fahrer aus seinen Fehlern gelernt habe, da dieser Besserung gelobt hatte.
Der Vorfall nahm seinen Anfang, als der Fahrer gegen 10 Uhr mit seiner Kutsche die Stallungen verließ und nur eine Stunde später betrunken auf der Autobahn gesichtet wurde.
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„Es ist unglaublich, aber wahr. In der Früh wirkte er total nüchtern“, berichtete der Chef weiter. Eigentlich sollte der Fahrer zum Stephansdom fahren, doch stattdessen fand er sich über den Handelskai auf der Autobahn wieder. „Die Polizei hat mich angerufen und ich musste ihn nach der Wahnsinnsfahrt schließlich im Bereich der Alten Donau abholen“, erzählte der Geschäftsmann.
Der Chef entließ den Fahrer sofort und brachte ihn zur U-Bahn, in der Hoffnung, dass er nach Hause fahren würde. „Dass er dann noch mal in ein Gefährt steigen wird, war für mich unvorstellbar“, sagte er. Er zeigte sich nicht überrascht, dass die Pferde auf der Autobahn ruhig blieben, da sie an den Straßenverkehr gewöhnt sind. „Ich bin jedenfalls froh, dass nichts passiert ist“, fügte er hinzu.