Der Salzburger Trachtenhersteller Gössl steht vor einer finanziellen Krise und könnte Insolvenz anmelden, da die Bank Kredite fällig stellte. Trotz Gesprächen mit potenziellen Investoren bleibt die Aussicht auf eine Lösung ungewiss.

Der Salzburger Trachtenhersteller Gössl steht vor einer schwierigen Zukunft. Am Dienstag, dem 10. Dezember 2024, endet die Frist, die dem Unternehmen eingeräumt wurde, um eine Lösung für seine Finanzprobleme zu finden. Die Bank hat Kredite fällig gestellt, die zur Überbrückung von Corona-bedingten Schwierigkeiten aufgenommen wurden. Trotz intensiver Gespräche mit potenziellen Investoren herrscht wenig Zuversicht, dass eine Insolvenz abgewendet werden kann. Unternehmensberater Gerald Zmuegg, der von Firmenchef Maximilian Gössl zur Unterstützung geholt wurde, äußert sich skeptisch: „Es wird wohl alles an der Bank scheitern.“
Zuschuss von sechs Millionen Euro
Gössl hatte bereits Anfang Dezember die Hausbank für die finanziellen Schwierigkeiten verantwortlich gemacht. Vor allem die Rückzahlung von Krediten aus der Corona-Zeit stellt eine erhebliche Hürde dar. Trotz eines staatlichen Zuschusses in Höhe von sechs Millionen Euro sind rund vier Millionen Euro an Außenständen geblieben, wovon die Hausbank zwei Millionen Euro Anfang September fällig stellte. Die finanziellen Probleme wurden von der Bank nicht großzügig behandelt, und der Druck wächst. „Man brauche mehr Zeit für die Rückzahlung“, so Zmuegg, „aber diese Zeit wird nicht gewährt.“
Insolvenzgericht
Am Dienstagvormittag wird sich entscheiden, ob das 1947 gegründete Unternehmen den Gang zum Insolvenzgericht antreten muss. Sollte dies der Fall sein, wären mehr als 100 Mitarbeiter betroffen. Die Entwicklungen rund um Gössl bleiben angespannt, und der Ausgang der Sanierung wird wohl maßgeblich von der Entscheidung der Bank abhängen.
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