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Waldbrandkrise

Flammen außer Kontrolle und 90.000 evakuiert: Serbien schickt Helikopter in brennendes Spanien

Flammen außer Kontrolle und 90.000 evakuiert: Serbien schickt Helikopter in brennendes Spanien
Foto: iStock
2 Min. Lesezeit |

Spaniens Flammen fordern internationale Solidarität – nun reiht sich auch Serbien mit einem Helikopter in die Hilfsmission ein.

Serbien schickt einen „Super Puma“-Helikopter nach Spanien, um bei der Bekämpfung der verheerenden Waldbrände zu helfen, die derzeit weite Teile des Landes in Atem halten. Das spanische Innenministerium bestätigte, dass die Maschine in Kürze in die Löschoperationen eingebunden wird. Wie die Zeitung El País berichtet, haben die Brände in den Regionen Ávila, Madrid und Toledo rund 90.000 Menschen zur Evakuierung oder Isolation gezwungen. Allein der Brand in der Provinz Ávila hat auf einer Fläche von rund 50.000 Hektar gewütet und gilt damit als der größte Waldbrand in der jüngeren Geschichte Spaniens.

Internationale Hilfe

Die Lage bleibt angespannt. Zwar war am Wochenende eine leichte Entspannung zu verzeichnen, doch starke Windböen erschweren die Arbeit der Einsatzkräfte nach wie vor erheblich. Die Feuerwehren warnen, dass die Brände noch nicht unter Kontrolle sind. Internationale Hilfe ist bereits im Einsatz: Griechenland stellte zwei Löschflugzeuge vom Typ „Canadair“ sowie ein Unterstützungsflugzeug bereit, Italien entsandte 14 Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes und ebenfalls zwei „Canadair“-Maschinen, Portugal schickte 129 Rettungskräfte und 41 Einsatzfahrzeuge.

Serbiens Einsatz

Der serbische Helikopter soll vor allem in den Provinzen Ávila, Madrid, Toledo und Castellón zum Einsatz kommen, wo die Brände besonders intensiv brennen. Serbiens Hilfe erfolgt im Rahmen des EU-Katastrophutzmechanismus, über den bereits mehrere europäische Staaten sowie die Türkei ihre Unterstützung koordiniert haben. Serbien ist als Nicht-EU-Staat Teilnehmer am EU-Katastrophenschutzmechanismus und leistet seine Hilfe für Spanien ausdrücklich über diesen Mechanismus.

Der serbische Einsatz umfasst neben dem Helikopter des Typs Super Puma H-215 auch rund 40 Feuerwehr- und Rettungskräfte, die mit zusätzlichen Einsatzfahrzeugen entsandt wurden. Der serbische Vizeministerpräsident und Innenminister Ivica Dacic erklärte, er rechne damit, dass die Feuerwehrkräfte noch am selben Tag in Richtung Spanien aufbrechen würden. „Da gerade Brandsaison ist, haben wir sowohl Frankreich als auch Spanien Hilfe angeboten – Spanien hat den Helikopter und ein Bodenteam akzeptiert“, sagte Dacic in einem Auftritt beim serbischen Staatssender RTS. Auf eine Rückmeldung aus Frankreich warte man noch, um gegebenenfalls auch dort Unterstützung leisten zu können.

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KO KOSMO-Redaktion
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