Ein tragischer Unfall erschütterte Wien: Ein zweijähriges Mädchen verlor seine Hand im Fleischwolf. Doch die Mutter ist spurlos nach Syrien geflüchtet.
Ein schockierender Unfall ereignete sich Anfang Februar im Wiener Bezirk Ottakring, als ein zweijähriges Mädchen seine linke Hand verlor, nachdem es in einen Fleischwolf gegriffen hatte. Die Mutter des Kindes hatte die Maschine im Wohnzimmer platziert, um Faschiertes zuzubereiten. In einem unbeobachteten Moment kam es zur Tragödie, als das Kind den Fleischwolf bediente.
Am 27. März sollte die Mutter des Kindes wegen Vernachlässigung der Aufsichtspflicht vor dem Wiener Landesgericht erscheinen. Doch die Angeklagte war nicht anwesend. Der Grund für ihr Fernbleiben sorgte für Aufregung: Die Familie war offenbar nach Syrien geflüchtet. Weder die Richterin noch die Staatsanwaltschaft hatten Kenntnis über den Aufenthaltsort der Mutter, was im Gerichtssaal für Fassungslosigkeit sorgte. Versuche, die Angeklagte telefonisch zu erreichen, blieben erfolglos.
⇢ Fleischwolf-Unfall in Ottakring: Mutter vor Gericht
Ungewisse Rückkehr
Die Anwältin der Mutter erklärte, dass ihre Mandantin dauerhaft mit ihren Kindern nach Syrien gezogen sei und es ungewiss sei, ob sie jemals zurückkehren werde. Eine Abfrage im Zentralen Melderegister soll nun klären, ob die Mutter noch offiziell in Österreich gemeldet ist. Auch eine ältere Nachbarin, die als Zeugin geladen war, konnte wenig zur Aufklärung beitragen. Sie erklärte, dass sie die Mutter zuletzt vor etwa 25 Tagen gesehen habe. Zehn Tage nach dem Unfall hatte die Mutter telefonisch versichert, dass es ihrem Kind gut gehe.
Seitdem hatte die Nachbarin keinen Kontakt mehr, da die Mutter nicht mehr erreichbar war. Die Nachbarin, die selbst gesundheitliche Probleme hat, konnte nicht sagen, wann genau die Mutter abgereist ist.
Am 2. Februar bereitete die Mutter in ihrer Wohnung in Wien-Ottakring Faschiertes zu und behauptete, den Fleischwolf abgeschaltet zu haben, bevor sie den Raum verließ. Die Nachbarin war noch anwesend, als das Kind die Maschine erneut in Betrieb nahm und hineingriff.
Rettungsmaßnahmen
Die Berufsrettung brachte das schwer verletzte Kind ins Krankenhaus, wo die Feuerwehr den Trichter des Fleischwolfs entfernte. Leider konnte die linke Hand des Mädchens nicht gerettet werden. Die Richterin vertagte die Verhandlung auf unbestimmte Zeit und kommentierte: „Ich habe selbst erst vor fünf Minuten erfahren, dass die Frau in Syrien ist.“