Ein Routineeinsatz wird zum Großalarm: In Wien-Floridsdorf brachten Erdarbeiten einen gefährlichen Fund aus dem Zweiten Weltkrieg ans Licht.
Montagabend in Wien-Floridsdorf: Während Bauarbeiter in der Ichagasse mit Erdarbeiten beschäftigt waren, stießen sie auf eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Der Fund löste umgehend einen Großeinsatz aus – Rettungsdienste, Feuerwehr und Polizei rückten in den 21. Bezirk aus, ebenso der Entminungsdienst des Bundesheeres.
Der Bereich rund um den Fundort wurde abgesperrt, die umliegende Bevölkerung musste ihre Wohnungen verlassen.
Evakuierung im Bezirk
„Bei Grabungsarbeiten in der Ichagasse wurde eine Fliegerbombe gefunden“, berichtete die Wiener Polizeisprecherin Anna Gutt im Gespräch mit der „Krone“ am Montagabend. Sie fügte hinzu: „Während der Entschärfung der Spezialisten des Bundesheeres mussten Dutzende Bewohner in der Nachbarschaft ihre Wohnungen aus Sicherheitsgründen verlassen.“ Betroffen waren auch Bewohner des Gemeindebaus in der Leopoldauer Straße 70.
🚨 Bombenalarm in Wien-Floridsdorf
Auf einer Baustelle in der Ichagasse wurde ein verdächtiger Gegenstand entdeckt. BH & BP rückten aus. Der Bereich wurde abgesperrt und Wohnungen evakuiert.
Laut ersten Informationen dürfte es sich um eine Fliegerbombe aus dem 2. WK handeln. pic.twitter.com/lwjt1Z5Bqi— Esterreicherr (@Esterreicherr) March 9, 2026
Bei dem betroffenen Wohnbau handelt es sich um den Rudolf-Hitzinger-Hof, eine Anlage mit 284 Wohnungen und 18 Stiegen, die nach zweijähriger Bauzeit im Jahr 1971 eröffnet wurde. Namensgeber ist Rudolf Hitzinger, von Beruf Maschinenschlosser und ehemaliger Bezirksvorsteher von Wien-Floridsdorf.
Gegen 19.30 Uhr war der Einsatz noch nicht abgeschlossen. Neben dem Entminungsdienst des Bundesheeres standen auch Kräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes im Assistenzeinsatz vor Ort.
Entwarnung nach rund einer Stunde
Insgesamt mussten mehr als 30 Wohnungen geräumt werden. Der Sperrbereich rund um die Fundstelle in der Ichagasse wurde nach ungefähr einer Stunde aufgelöst.