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Bleibeperspektive

Flucht ohne Rückkehr? Mehrheit der Ukrainer will in Österreich bleiben

Flucht ohne Rückkehr? Mehrheit der Ukrainer will in Österreich bleiben
(Symbolbild FOTO: iStock)
2 Min. Lesezeit |

Vier Jahre nach Kriegsbeginn zeichnet sich ein Wendepunkt ab: Die Mehrheit der ukrainischen Geflüchteten in Österreich plant nicht mehr zurückzukehren.

Im Februar jährt sich der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine zum vierten Mal. Die Bilanz ist erschütternd: Hunderttausende Todesopfer und eine massive Fluchtbewegung, die Millionen Ukrainer aus ihrer Heimat vertrieb. Nach wie vor erreichen wöchentlich bis zu 80 Menschen aus der Ukraine Wien.

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Derzeit leben 88.860 ukrainische Vertriebene in Österreich. Sie können noch bis März 2026 einen „Schutzstatus“ erhalten, der ihnen Aufenthaltsrecht, Arbeitserlaubnis, Bildungszugang sowie Gesundheits- und Sozialleistungen sichert.

Die Einstellung der Geflüchteten hat sich laut einer aktuellen Erhebung deutlich gewandelt: Die Mehrheit der ukrainischen Schutzsuchenden plant mittlerweile, in Österreich zu bleiben. 56 Prozent wollen „ganz sicher nicht“ oder „eher nicht“ in ihre Heimat zurückkehren. Bemerkenswert ist auch, dass sich 59 Prozent bereits mit Österreich verbunden fühlen.

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„Konkrete Pläne zu einer Rückkehr in die Ukraine haben 2024 lediglich 3 % der Befragten (neuere Zahlen gibt es nicht); das ist deutlich weniger als 2022 und 2023 (30 % bzw. 13 %)“, heißt es in der Studie des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF), für die 1.358 in Österreich lebende Ukrainer befragt wurden. Bei 29 Prozent der Teilnehmer besteht noch Unklarheit über ihre künftigen Pläne.

Deutschkenntnisse entscheidend

Sprachkompetenz erweist sich als entscheidender Faktor für das Wohlbefinden der Geflüchteten. Die Untersuchung belegt einen direkten Zusammenhang zwischen Deutschkenntnissen und Lebenszufriedenheit: „Personen, die ihre Deutschkenntnisse als ‚hoch‘ einschätzen, waren mit 66 % sehr oder eher zufrieden mit ihrem Leben in Österreich. Bei Personen, die keine Deutschkenntnisse haben („gar nicht“), waren es nur 37 %.“

Zum Erhebungszeitpunkt gingen 47 Prozent der männlichen und 44 Prozent der weiblichen Geflüchteten einer Beschäftigung nach. Für eine mögliche Rückkehr in die Ukraine bleibt die Sicherheitslage das wichtigste Kriterium – 61 Prozent der Frauen und 49 Prozent der Männer nennen dies als Hauptvoraussetzung.

Ankunftszentrum schließt

Trotz anhaltender Fluchtbewegung wird am Donnerstag (8. Jänner) das letzte Ankunftszentrum für ukrainische Vertriebene in Wien geschlossen. Im Hackinger Schlosspark in Wien-Hietzing betreute die Volkshilfe zu Wochenbeginn noch 160 Flüchtlinge, unterstützte sie bei Behördengängen und stellte Verpflegung bereit.

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KO KOSMO-Redaktion
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