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EU-Klimaschutzauflagen

Fluglinie erhöht ab 2025 Preise wegen Umweltkosten

(FOTO: iStock/Boarding1Now/Christian Horz)
(FOTO: iStock/Boarding1Now/Christian Horz)

Der Luftfahrtkonzern hat angekündigt, dass ab dem nächsten Jahr eine sogenannte Umweltgebühr für sämtliche Flugtickets erhoben wird, die für Abflüge aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie aus Großbritannien, Norwegen und der Schweiz gebucht werden.

Einführung einer Umweltgebühr

Die Lufthansa Group wird einen Umweltkostenzuschlag einführen, dessen Höhe sich nach der Distanz des Fluges und dem gebuchten Tarif gestaltet. Mit diesem Schritt möchte die Fluggesellschaft einen Teil der finanziellen Last, die durch die Einhaltung der EU-Klimaschutzauflagen entsteht, an ihre Passagiere weitergeben. Diese Kosten resultieren unter anderem aus dem Emissionshandel, der Praxis des Zukaufs von Emissionsrechten, und dem Einsatz von nachhaltigem Flugkraftstoff, wie Bio-Kerosin, dessen Beimischung ab dem nächsten Jahr pflichtgemäß erfolgen muss.

Bis zu 72 Euro mehr

Der neu eingeführte Zuschlag variiert zwischen einem und 72 Euro. Der Betrag wird auf alle ab dem 26. Juni ausgegebenen Tickets für Flüge ab dem 1. Januar 2025 angewandt. Dies bedeutet, dass Passagiere, die ihre Reisen ab diesem Zeitpunkt antreten, mit einem merklich höheren Preis für ihre Flugtickets rechnen müssen.

Transparenz in der Preisgestaltung

Die genaue Höhe des Umweltkostenzuschlags wird den Kunden der Lufthansa während des Buchungsvorgangs in den Preisdetails angezeigt. Eine Ausnahme stellt dabei die Plattform eurowings.com dar, auf der ausschließlich Endpreise, also Brutto-Preise, aufgelistet werden. Dies soll für eine größere Transparenz in der Preisgestaltung der Flugtickets sorgen und den Kunden die Zusammensetzung der Preise näherbringen.

Bisherige Klimaschutzmaßnahmen

Bisher bot die Lufthansa ihren Kunden die Möglichkeit, mit den sogenannten „Green Fares“ einen freiwilligen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Diese Option wurde jedoch nur von vier Prozent der Passagiere genutzt. Mit der Einführung der Umweltgebühr geht die Airline nun einen Schritt weiter. Sie macht die Beteiligung an den Klimaschutzkosten zu einem festen Bestandteil des Ticketkaufs.