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Rückzieher

Formel-1-Drama: Red Bull muss nach Lügen-Vorwurf zurückrudern

Helmut Marko Red Bull Formel 1
(FOTO: EPA / Anna Szilagyi)

Nach falschen Anschuldigungen gegen Mercedes-Pilot Antonelli muss Red Bull zurückrudern. Der Vorwurf einer Manipulation im WM-Kampf entpuppt sich als haltlos.

Das Formel-1-Team Red Bull hat nach dem Grand Prix von Katar einen peinlichen Rückzieher gemacht und falsche Anschuldigungen seiner Teamvertreter eingestanden. Sowohl Max Verstappens Renningenieur Gianpiero Lambiase als auch Motorsportberater Helmut Marko hatten fälschlicherweise behauptet, Mercedes-Pilot Kimi Antonelli habe WM-Kandidat Lando Norris absichtlich vorbeigelassen. In einer Social-Media-Erklärung am Montag ruderte der Rennstall zurück: Diese Darstellung sei inkorrekt. “Videomaterial zeigt, dass Antonelli kurzzeitig die Kontrolle über sein Auto verliert und Norris deshalb überholen kann.” Red Bull bedauerte zudem “zutiefst”, dass der junge Italiener aufgrund dieser Falschaussagen in den sozialen Netzwerken mit Hasskommentaren überzogen wurde.

Wolff reagiert deutlich

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hatte bereits unmittelbar nach dem Rennen mit deutlichen Worten auf die Red-Bull-Unterstellungen reagiert. “Wie hirnlos kann man sein, so etwas zu behaupten? Warum sollten wir überhaupt einen Gedanken daran verschwenden, in die Fahrer-WM einzugreifen”, sagte Wolff: “Da muss man sich wirklich untersuchen lassen.”

WM-Auswirkungen

Durch das erfolgreiche Überholmanöver sicherte sich Norris den vierten Rang und geht nun mit zwölf Punkten Vorsprung auf Verstappen ins Saisonfinale in Abu Dhabi.

Wäre der Pilot auf Position fünf geblieben, hätte sein Polster lediglich zehn Zähler betragen.