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Rettungseinsatz

Gartenschlauch lag in der Sonne: Siebenjähriger erleidet schwere Gesichtsverletzungen

Gartenschlauch lag in der Sonne: Siebenjähriger erleidet schwere Gesichtsverletzungen
FOTO: iStock
2 Min. Lesezeit |

Ein Sommertag, ein Gartenschlauch – und plötzlich ein Notfall. Ein Kind erlitt schwere Verletzungen durch eine Gefahr, die viele nicht auf dem Schirm haben.

Am Freitagnachmittag zog sich ein siebenjähriges Kind in einer Kleingartenanlage im Neusser Stadtteil Weckhoven schwere Gesichtsverletzungen zu. Ursache war Kontakt mit heißem Wasser aus einem Gartenschlauch, das sich durch die direkte Sonneneinstrahlung stark aufgeheizt hatte. Der Einsatz war zunächst so ernst eingestuft worden, dass ein Notarzthubschrauber alarmiert wurde – dieser kam letztlich jedoch nicht zum Einsatz.

Das Kind wurde mit dem Rettungswagen in eine Kinderklinik transportiert.

Unterschätzte Gefahr

Die Ermittlungen der Polizei deuten auf einen Unglücksfall hin. Hintergrund ist ein physikalisches Phänomen, das im Alltag häufig unterschätzt wird: An heißen Sommertagen kann das stehende Wasser in einem Gartenschlauch auf Temperaturen ansteigen, die ausreichen, um ernsthafte Hautverletzungen zu verursachen. Messungen zeigen, dass sich Wasser in einem Gartenschlauch bei direkter Sonneneinstrahlung innerhalb von 30 Minuten auf etwa 50 °C und nach etwa zwei Stunden auf bis zu rund 70 °C aufheizen kann, wodurch Temperaturen erreicht werden, die für Kinderhaut Verbrühungen verursachen können.

Besonders dunkle Schläuche absorbieren die Sonnenwärme in besonderem Maß. Für Kinder ist die Gefahr dabei besonders hoch – sie erkennen das Risiko in der Regel nicht, und schon ein kurzer Kontakt mit überhitztem Wasser kann schmerzhafte Folgen haben.

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KO KOSMO-Redaktion
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