Ein 52-jähriger Sicherheitsmann ist am Münchner Oktoberfest ums Leben gekommen – seine Familie hatte ihn gewarnt. Jetzt ermittelt die Kripo.
Aleksandar S., serbischer Staatsbürger, wurde am Montagabend gegen 21.45 Uhr am Freifallturm „Hangover“ von einer herabfahrenden Gondel erfasst und tödlich verletzt. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen konnte er nicht gerettet werden – er erlag kurz darauf im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.
Zum Zeitpunkt des Unglücks befand sich Aleksandar S. in einem abgesperrten Bereich unterhalb des rund 80 Meter hohen Fahrgeschäfts. Warum er sich dort aufhielt, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen der Münchner Kriminalpolizei.
Warnung der Familie
Sein Sohn äußerte gegenüber Medien eine mögliche Erklärung: „Dort darf eigentlich niemand hinein, weil es verboten ist. Vielleicht hat jemand eine Brille oder ein Handy verloren, und er wollte es aufheben.“ Ob diese Vermutung zutrifft, müssen die Behörden erst klären.
Besonders erschütternd ist, dass die Familie den Mann vor dem Antritt dieser Arbeit gewarnt hatte. „Papa, geh nicht zum Oktoberfest, das ist kein guter Arbeitsplatz“, soll seine Tochter ihn noch gebeten haben. Aleksandar S. ließ sich dennoch nicht davon abbringen.
Sicherheit im Fokus
Der Tod des Serben wirft einmal mehr Fragen zu den Arbeitsbedingungen und Sicherheitsstandards für Saisonkräfte auf Großveranstaltungen wie dem Münchner Oktoberfest auf. Viele der dort beschäftigten Arbeiter kommen aus Südost- und Osteuropa – oft ohne ausreichende Kenntnis lokaler Sicherheitsvorschriften oder ohne entsprechende Einschulung.
Die Ermittlungen der Münchner Kriminalpolizei sollen nun Licht in die genauen Umstände bringen.