Mit einer Schreckschusspistole und Todesdrohungen wollten fünf Jugendliche in Bregenz schnelles Geld erpressen. Couragierte Passanten durchkreuzten ihren Plan.
Am Donnerstagnachmittag wurde ein 18-Jähriger in Bregenz (Vorarlberg) Opfer einer bewaffneten Erpressung. Gegen 17 Uhr hielt eine Gruppe von fünf Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 19 Jahren mit ihrem Fahrzeug in der Nähe des AMS Bregenz an und konfrontierte den jungen Mann. Die Tätergruppe forderte 100 Euro Bargeld von ihm und untermauerte diese Forderung mit massiven Drohungen.
Einer der Jugendlichen zeigte dem Opfer einen im Hosenbund steckenden Revolver und drohte ihm mit dem Tod. Die gefährliche Situation eskalierte jedoch nicht weiter, da ein 19-jähriger Passant und weitere Personen dem bedrohten jungen Mann zu Hilfe eilten. Daraufhin ergriffen die Täter die Flucht.
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📍 Ort des Geschehens
Großangelegte Fahndung
Die Polizei leitete umgehend eine großangelegte Fahndung ein. Mehrere Streifen in Uniform und Zivil, Beamte der Sicherheitswache Bregenz, Spezialeinheiten des EKO Cobra sowie ein Polizeihubschrauber waren an der Suchaktion beteiligt. Binnen kurzer Zeit konnten alle fünf Verdächtigen in unmittelbarer Nähe des Tatorts festgenommen werden.
Bei der sichergestellten Waffe handelte es sich um eine Schreckschusspistole. Nach österreichischem Strafrecht droht den Jugendlichen wegen schwerer Erpressung nach Paragraf 144 Strafgesetzbuch eine Haftstrafe von ein bis zehn Jahren, da die Tat mit Gewalt und gefährlicher Drohung begangen wurde. Zusätzlich kommt eine Anklage wegen gefährlicher Drohung nach Paragraf 107 StGB in Betracht.
Die beiden Haupttäter befinden sich derzeit noch in Polizeigewahrsam. Über eine mögliche Untersuchungshaft wird die Staatsanwaltschaft Feldkirch entscheiden.