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Rückruf

Gift in Barilla-Nudeln: EU warnt vor dieser beliebten Sorte

Gift in Barilla-Nudeln: EU warnt vor dieser beliebten Sorte
FOTO: iStock, Wikimedia Commons/Barilla Groupsource
3 Min. Lesezeit |

Barilla zieht Vollkorn-Penne wegen erhöhter Bleiwerte aus dem Handel. Die Schweizer Handelskette Spar reagierte sofort, während in Deutschland Unklarheit herrscht.

Beliebte Pasta-Marke nimmt Vollkorn-Nudeln wegen erhöhtem Bleigehalt vom Markt. Die Handelskette Spar in der Schweiz hat die Vollkorn Penne rigate integrale von Barilla aus dem Sortiment genommen. Grund für die Maßnahme ist laut Hersteller ein zu hoher Bleigehalt in den Nudeln. Zeitgleich wurden auch andere Nudelprodukte zurückgerufen, deren Verzehr gesundheitsgefährdend sein kann. Auch der Möbelkonzern IKEA hat kürzlich eine Rückrufaktion für ein populäres Produkt gestartet.

Bei dem betroffenen Artikel handelt es sich um Barilla Integrale Vollkorn Penne Rigate in der 500-Gramm-Packung. Betroffen sind Produkte mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 01.03.2026 und der Lotnummer I13446624. Die Gefahr besteht in einer Überschreitung des Höchstwerts von Blei.

Wie das Portal Produktwarnung.eu mitteilt, ist derzeit nicht geklärt, ob auch in Deutschland verkaufte Packungen betroffen sind. Einem Eintrag im europäischen Schnellwarnportal RASFF (Rapid Alert System for Food and Feed) zufolge wurde die Meldung allerdings aus Deutschland veranlasst. Das Portal berichtet zudem, dass die Ware bereits aus dem Handel genommen wurde, während eine Information der Endverbraucher bislang ausblieb.

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Barillas Stellungnahme

Am 4. Juni 2025 gegen 15:00 Uhr teilte Barilla mit, dass keine Gesundheitsgefahr für Konsumenten besteht: „Wir möchten betonen, dass keine Gesundheitsgefahr für Verbraucherinnen und Verbraucher besteht und der Verzehr in haushaltsüblichen Mengen absolut unbedenklich ist.“ Die Einschätzung wird auch von den deutschen Behörden geteilt.

In einer ausführlicheren Stellungnahme vom selben Tag erklärte Barilla, dass das Unternehmen am 22. Mai in Abstimmung mit den deutschen Behörden beschlossen habe, die betroffene Charge vorsorglich aus dem Markt zu nehmen. Der festgestellte Bleiwert liege zwar über dem für Pasta geltenden Richtwert, jedoch deutlich unter dem Höchstwert für Lebensmittel mit vergleichbarem Verzehrmuster wie etwa Muscheln (1,5 mg/kg). Aufgrund der geltenden Grenzwerte vergleichbarer Produkte bestehe keine Gesundheitsgefahr. Die deutschen Behörden hätten daher eine Rücknahme, jedoch keinen öffentlichen Rückruf als angemessene Maßnahme bewertet.

Laufende Untersuchungen

Laut Barilla waren die für dieses Produkt verwendeten Rohstoffe gemäß internen Analysen konform und sicher. Weitere Untersuchungen laufen, um die Ursache zu ermitteln. Das Unternehmen betont, dass Produktqualität und -sicherheit höchste Priorität haben und im Rahmen globaler Kontrollpläne jährlich rund 4 Millionen Analysen durchgeführt werden. Der Rückruf gilt derzeit nur in Deutschland und der Schweiz – Österreich ist nicht betroffen.

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KO KOSMO-Redaktion
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