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Unwetterwarnung

Golfball-Hagel aus Slowenien rast auf Kroatien zu

Golfball-Hagel aus Slowenien rast auf Kroatien zu
quelle: (istockfoto: Hagel)
3 Min. Lesezeit |

Was Slowenien bereits traf, zieht weiter – und Kroatien steht in der Nacht vor einem heftigen Wettereinbruch mit Hagel, Sturmböen und Sturzfluten.

Nach einem ruhigen und stabilen Wochenbeginn droht in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag auch Kroatien ein abrupter Wettereinbruch. Der staatliche Wetterdienst DHMZ hat für mehrere Landesteile Unwetterwarnungen aktiviert. Die höchste Alarmstufe – Orange – gilt für die Region Osijek von Mitternacht bis in die frühen Donnerstagstunden.

Dort sind heftige Gewitter mit starken Regenschauern, Hagel sowie Sturmböen zu erwarten, die örtlich Geschwindigkeiten von bis zu 95 km/h erreichen können. Auch für den Raum Zagreb wurde die orangefarbene Warnstufe ausgerufen – sie tritt bereits ab 20 Uhr am Mittwochabend in Kraft und bleibt bis in die Morgenstunden bestehen. Hagel und Sturzfluten gelten dort als besonders wahrscheinlich.

Für die Regionen Karlovac und Gospić sowie für die westliche Küste Istriens und das Kvarner-Gebiet wurde eine gelbe Warnung ausgegeben, die auf potenziell gefährliche Bedingungen hinweist. Im Laufe des Donnerstags sind dort lokale Gewitter sowie eine auffrischende Bora zu erwarten, die im Kvarner Sturmstärke erreichen kann. Die Temperaturen werden spürbar zurückgehen.

Ursprung in Slowenien

Ausgelöst wurde das Unwettersystem durch eine kräftige Sturmfront, die sich im Laufe des Mittwochs über Norditalien gebildet hat und anschließend mit voller Kraft auf Slowenien getroffen ist. Sie brachte sintflutartige Regenfälle, Hagel und orkanartige Böen mit sich. Die slowenische Umweltagentur ARSO verhängte landesweit eine orangefarbene Warnung, wobei der Westen und die Mitte des Landes am schwersten betroffen waren.

In Naklo und Skofja Loka fielen Hagelkörner in der Größe von Golfbällen, die laut lokalen Medienberichten erhebliche Schäden an Gebäuden, Fahrzeugen und landwirtschaftlichen Flächen verursachten. Bewohner von Komenda nördlich von Ljubljana berichteten von verwüsteten Gärten und entwurzelten Bäumen; in Teilen des Gebiets fiel der Strom aus. Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, Schutz in geschlossenen Räumen zu suchen und sich nicht im Freien aufzuhalten – insbesondere nicht unter Bäumen oder in Gewässernähe, wo die Gefahr durch Blitzschlag und Sturzfluten besonders hoch ist.

Der Kern des Sturmsystems zog anschließend über den Nordwesten Sloweniens weiter in Richtung der Grenzen zu Kroatien und Österreich. Nachdem die Front in Slowenien bereits beträchtliche Schäden hinterlassen hat, verlagert sich das Unwetter im Verlauf des Abends und der Nacht weiter nach Kroatien – weshalb der DHMZ für den Großteil des Landes die Alarmierungen in Kraft gesetzt hat.

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KO KOSMO-Redaktion
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