Ein privates Instagram-Video zeigt eine kilometerlange Kolonne vor dem kroatisch-serbischen Grenzübergang Principovac II–Ljuba in Richtung Serbien. Die Aufnahmen stammen aus der Nacht von Samstag, dem 18. Juli, auf Sonntag, den 19. Juli. Fahrzeuge stehen dicht hintereinander, während sich die Autos offenbar nur äußerst langsam in Richtung Grenzkontrolle bewegen.
Mehrere User schilderten, dass sie teilweise mehr als zehn Stunden vor dem Grenzübergang warten mussten. Einige Reisende sollen nahezu die gesamte Nacht in der Kolonne verbracht haben. Bei diesen Angaben handelt es sich allerdings um persönliche Erfahrungsberichte, die von den Behörden nicht offiziell bestätigt wurden.
Bis zu sieben Stunden offiziell gemeldet
Dass die Situation außergewöhnlich angespannt war, zeigen auch die Verkehrsinformationen des kroatischen Autoklubs HAK. Demnach wurden am Samstag am Grenzübergang Principovac II zeitweise Wartezeiten von bis zu sieben Stunden sowie eine rund fünf Kilometer lange Fahrzeugkolonne gemeldet.
Auch am Tag davor soll es laut Reisenden bereits zu erheblichen Verzögerungen gekommen sein. Im Laufe des Wochenendes verschärfte sich die Lage offenbar weiter. Der kleinere Grenzübergang, der häufig als Alternative zum stark belasteten Übergang Bajakovo–Batrovci genutzt wird, entwickelte sich damit selbst zur Staufalle.
Ausweichroute vollständig überlastet
Der Grenzübergang verbindet Principovac auf kroatischer Seite mit Ljuba nahe der serbischen Stadt Šid. Vor allem während der sommerlichen Reisewelle wird die Route von zahlreichen Urlaubern und Heimreisenden genutzt, die größere Übergänge umgehen möchten.
Das vergangene Wochenende zeigt jedoch, dass auch kleinere Grenzübergänge innerhalb kurzer Zeit vollständig überlastet sein können. Besonders problematisch ist, dass offizielle Wartezeiten häufig nur die Abfertigung an einem Teil des Grenzübergangs erfassen und deshalb von der tatsächlich erlebten Gesamtwartezeit abweichen können.
Reisenden wird empfohlen, unmittelbar vor der Fahrt die aktuellen Angaben des HAK und des serbischen Automobilverbands AMSS zu prüfen. Auch alternative Grenzübergänge sollten erst nach einem Vergleich der aktuellen Verkehrslage gewählt werden.