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Grillsaison

Grillen kann gefährlich werden: Worauf ihr jetzt achten müsst!

Grillen kann gefährlich werden: Worauf ihr jetzt achten müsst!
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Grillsaison 2025: Die Zahl schwerer Unfälle erreicht einen Höchststand – und die häufigste Ursache ist keine technische.

Wenn die ersten warmen Tage des Jahres locken, zieht es viele Österreicherinnen und Österreicher an den Grill. Doch hinter der entspannten Sommeratmosphäre verbirgt sich eine beunruhigende Entwicklung: Rund 800 Personen mussten im Jahr 2025 nach Grillunfällen stationär behandelt werden – ein Wert, der seit einem Jahrzehnt nicht mehr erreicht wurde. Gegenüber 2016 hat sich die Zahl schwerer Grillverletzungen damit laut Daten des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) verdoppelt.

Wenig überraschend sind Verbrennungen die häufigste Verletzungsursache: 59 Prozent der registrierten Unfälle gehen auf direkte Hitze- oder Feuereinwirkung zurück. An zweiter Stelle stehen Stich- und Schnittverletzungen mit einem Anteil von 31 Prozent – etwa beim Reinigen scharfer Grillroste oder beim Öffnen von Verpackungen. Auffällig ist zudem die deutliche Geschlechterverteilung: Rund 82 Prozent der Verletzten waren im Jahr 2025 männlich.

Gefährliche Brandbeschleuniger

Technische Defekte spielen bei der Entstehung von Grillunfällen eine untergeordnete Rolle. Das KFV führt 59 Prozent der Vorfälle auf Ablenkung, Hektik oder Unachtsamkeit zurück, weitere 32 Prozent auf Fehleinschätzungen der Situation. Besonders gefährlich sind plötzlich auftretende Stichflammen, die innerhalb von Sekunden lebensbedrohliche Ausmaße annehmen können. Ein zentrales Risiko stellt dabei der Einsatz von Benzin, Spiritus oder Alkohol als Brandbeschleuniger dar: Diese Mittel bilden ein entzündliches Luft-Gas-Gemisch, das explosionsartig meterhohe Flammen mit Temperaturen von weit über 1.000 Grad Celsius erzeugen kann.

Doch nicht allein der falsche Umgang mit Anzündhilfen birgt Gefahren. Auch herabtropfendes Fett oder Marinade können unvermittelt Flammen entfachen und zu schweren Verbrennungen führen. Sicherheitsexperten empfehlen daher den Einsatz fester Grillanzünder wie Zündwürfel oder Trockenspiritus sowie spezieller Grillpasten oder elektrischer Anzündhilfen.

Risiko für Kinder

Gerade in Familien wird das Verletzungsrisiko für Kinder häufig unterschätzt. Laut KFV sind rund zehn Prozent der Verletzten Kinder im Alter bis zu 14 Jahren. Feuer übt auf Kinder eine starke Anziehungskraft aus, ihre Bewegungen sind schwer vorhersehbar, und aufgrund ihrer Körpergröße befinden sie sich oft in unmittelbarer Nähe heißer Grillflächen. Besonders häufig betreffen schwere Verletzungen dabei Gesicht, Hals und Brustbereich. Fachleute raten dazu, eine klar definierte Sicherheitszone von mindestens zwei bis drei Metern rund um den Grill einzurichten, die Kinder nicht betreten dürfen. Spielbereiche sollten bewusst in ausreichendem Abstand zum Feuer angelegt werden.

Viele Unfälle haben ihren Ursprung bereits in der Wahl des Grillplatzes. Ein instabiler oder ungünstig positionierter Grill erhöht das Unfallrisiko erheblich, zumal die Außenflächen eines Geräts Temperaturen von mehr als 300 Grad erreichen können. Entscheidend sind daher ein stabiler, ebener Untergrund, ausreichend Abstand zu brennbaren Materialien sowie ein möglichst windgeschützter Standort. Nach dem Anzünden sollte der Grill nicht mehr umgestellt werden. Zum unverzichtbaren Zubehör bei jedem Grillfest zählen außerdem ein Kübel Wasser, eine Löschdecke oder ein geeigneter Feuerlöscher.

In trockenen Sommermonaten warnen Experten darüber hinaus ausdrücklich vor dem Grillen in Waldgebieten oder deren unmittelbarer Nähe. Bereits ein einzelner Funke kann ausreichen, um trockene Vegetation in Brand zu setzen – besonders bei anhaltender Trockenheit oder starkem Wind.

Niemals Spiritus, Benzin oder Alkohol zum Anzünden verwenden. Kinder nie unbeaufsichtigt beim Grill lassen. Sicherheitsabstand von mindestens zwei bis drei Metern einhalten. Grill stabil und windgeschützt aufstellen. Fettauffangschalen nutzen, um Stichflammen zu vermeiden.

Glut vollständig löschen und auch Stunden später kontrollieren.

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KO KOSMO-Redaktion
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