Die Kaderbreite bei der Austria stimmt Dragović optimistisch, während Rapid weiter um Arnautović buhlt. „Die Breite des Kaders ist besser als in der Vorsaison“, erklärt Aleks Dragović mit Blick auf die neue Saison der Wiener Austria. Während am Verteilerkreis die Vorbereitung in geordneten Bahnen verläuft, herrscht beim Stadtrivalen Rapid weiterhin Unruhe – die Hütteldorfer kämpfen noch immer um ihren Wunschstürmer Marko Arnautović.
Ausgerechnet Dragović hatte zuvor durchsickern lassen, dass „Arnie“ innerhalb Wiens zu Rapid tendiere. Im Gespräch mit „Heute“ legt der Verteidiger nun nach: „Falls Marko kommt, hat er sich für den falschen Klub in Wien entschieden.“ Ein mögliches Duell im Derby reizt den Austria-Profi: „Ich habe erst einmal gegen ihn verteidigt – mit Leicester gegen West Ham. Da hat er kein Tor geschossen. Wir haben 0:2 verloren, für mich war es dennoch ein halber Sieg.“
Arnautović-Poker
Rapid hat inzwischen sein Angebot für Arnautović mit zusätzlichen Bonuszahlungen nachgebessert. Der Stürmer hält sich derzeit mit seinem ehemaligen Inter-Teamkollegen Hakan Calhanoglu fit. Eine Einigung mit den Grün-Weißen steht allerdings noch aus.
Insider berichten, dass eine Entscheidung im Laufe dieser Woche fallen muss – andernfalls platzt der Transfer. Über die Neuzugänge bei der Austria äußert sich Dragović derweil positiv: Der Südkoreaner Kang Hee Lee sei ein „spielender Mittelfeldspieler, der auch als Innenverteidiger gute Figur machte“.
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Die finanziellen Dimensionen des möglichen Transfers sind beträchtlich. Rapid bietet dem Stürmer laut übereinstimmenden Berichten einen Zweijahresvertrag mit einem Bruttogehalt von rund drei Millionen Euro pro Saison. Ein Drittel davon soll durch drei Hauptsponsoren finanziert werden, die im Gegenzug exklusive Werberechte auf Arnautovićs Trikot erhalten würden. Weitere Teile des Gehalts sollen durch erwartete Steigerungen bei Merchandising- und Ticketverkäufen abgedeckt werden. Das Gesamtinvestment könnte sich inklusive Lohnnebenkosten auf über 6,5 Millionen Euro belaufen.
Violette Verstärkungen
Beim australischen Angreifer Noah Botic hebt er hervor, dieser sei „bemüht, schnell, mit einem guten Abschluss“. Allerdings schränkt er ein: „Sie kommen von anderen Kontinenten, werden Zeit benötigen. Die gibt es im Fußball halt nicht.“ Rückkehrer Manprit Sarkaria werde laut Dragovic dazu beitragen, „damit wir mehr Tore als zuletzt schießen.“
Wie „Heute“ bereits vorab berichtete, befinden sich auch St. Pauli-Angreifer Johannes Eggestein und WAC-Verteidiger Maximilian Ullmann auf dem Radar der Veilchen. Zu diesen Personalien hält sich Dragović bedeckt: „Neuverstärkungen stehen nicht in meiner Macht. Meine Arbeit liegt am Platz.“
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Sportlich könnte Arnautović für Rapid den Unterschied machen. In der abgelaufenen Saison erzielte er für Inter Mailand sieben Tore in 28 Serie-A-Spielen. Dennoch bestehen bei Rapid auch Bedenken hinsichtlich seines Alters und seiner Verletzungshistorie, weshalb der Transfer intern sowohl als sportliche Chance als auch als finanzielles Risiko bewertet wird.
Die Ambitionen für die kommende Spielzeit formuliert Dragović hingegen unmissverständlich: „Unser Anspruch ist ein Platz in den Top 3. Wer mit diesem Druck nicht umgehen kann, ist falsch hier.“