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Jugendbanden

Hauptstadt in Angst: Jugendkriminalität explodiert in Wien

Hauptstadt in Angst: Jugendkriminalität explodiert in Wien
Stadtrat Peter Hacker. (FOTO: Stadt Wien/Markus Wache)
2 Min. Lesezeit |

Die Jugendkriminalität in Wien erreicht bedrohliche Ausmaße. Mit fast 15.000 minderjährigen Tatverdächtigen verzeichnet die Hauptstadt einen dramatischen Anstieg bei Gewalt- und Eigentumsdelikten.

Die österreichische Bundeshauptstadt verzeichnet alarmierende Zahlen in der am Montag vom Innenministerium präsentierten Kriminalstatistik. Die Daten zeigen eine besorgniserregende Entwicklung bei Straftaten von Minderjährigen, wobei Wien im bundesweiten Vergleich eine Spitzenposition einnimmt. Insgesamt wurden in der Hauptstadt 194.981 Straftaten angezeigt, was einem Anstieg von 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

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Die Anzahl der Tatverdächtigen in Wien erreichte mit 98.996 Personen einen Höchststand seit mindestens zwei Jahrzehnten. Bemerkenswert ist dabei der außergewöhnlich hohe Anteil ausländischer Verdächtiger von 57,1 Prozent – deutlich über dem Durchschnitt der anderen Bundesländer. Während bundesweit Einbrüche in Wohnhäuser und Wohnungen sowie Taschendiebstähle rückläufig waren, verzeichnete Wien einen deutlichen Anstieg bei Fahrzeugeinbrüchen. Diese wurden primär von jugendlichen Banden verübt. Die Zahl der betroffenen Fahrzeuge stieg von 2182 im Jahr 2023 auf 4909 im aktuellen Erhebungszeitraum.

Jugendkriminalität steigt

In der Altersgruppe unter 18 Jahren wurden 14.804 Tatverdächtige erfasst, was gegenüber dem Vorjahr (11.118) einen markanten Anstieg darstellt. Davon waren 5066 junge Menschen unter 14 Jahren und somit strafrechtlich nicht verantwortlich. Eine kleine Gruppe dieser Minderjährigen zeichnet für 30 Prozent der Einbrüche in Geschäfte und Kraftfahrzeuge im gesamten Wiener Stadtgebiet verantwortlich. Die Statistik weist zudem einen Anstieg bei Gewaltdelikten um 5,2 Prozent aus, während Vergewaltigungen um 10,9 Prozent zunahmen. Übergriffe gegen Exekutivbeamte stiegen um 6,1 Prozent, Raubdelikte um 18,1 Prozent. Die Mordrate erhöhte sich von 19 auf 26 Fälle.

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Rechtliche Konsequenzen

Vor diesem Hintergrund bahnen sich Verschärfungen im Jugendwohlfahrtsrecht an – vorausgesetzt, die derzeitige rot-pinke Stadtkoalition wird nach den anstehenden Wahlen fortgeführt. Ein Vorstoß der NEOS zur Einführung von Zwangsaufenthalten für gewalttätige Minderjährige in Heimen wird vom Wiener Sozialstadtrat Peter Hacker (SPÖ) grundsätzlich nicht abgelehnt.

„Das sei nur die Rückkehr zur Gesetzeslage von früher,“ erklärte der Stadtrat zur möglichen Neuregelung.

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KO KOSMO-Redaktion
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