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Heldentat

Held von Bondi Beach: Mit bloßen Händen gegen den Attentäter

Held von Bondi Beach: Mit bloßen Händen gegen den Attentäter
Foto: Screenshot Youtube
3 Min. Lesezeit |

Mit den Worten „Ich werde sterben, um Menschenleben zu retten“ stürzte sich ein syrischstämmiger Familienvater in Sydney auf einen bewaffneten Attentäter – und wurde zum Nationalhelden.

Ein syrischstämmiger Familienvater wurde zum Helden von Bondi Beach in Sydney, als er unter Lebensgefahr einen bewaffneten Attentäter überwältigte. Ahmed el Ahmed, ein 43-jähriger Obstladenbesitzer und Vater zweier kleiner Töchter, zögerte nicht einzugreifen, als am Sonntagabend die Schüsse fielen. Bei seinem mutigen Einsatz erlitt er selbst zwei Schusswunden an der Schulter und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden.

In einem erschütternden Moment der Vorahnung wandte sich Ahmed Sekunden vor seiner Heldentat an seinen Cousin Jozay Alkanj: „Ich werde sterben, bitte sieh nach meiner Familie und sag ihnen, dass ich gestorben bin, um Menschenleben zu retten.“ Diese Worte, die Alkanj am Tag darauf vor dem Krankenhaus wiedergab, zeugen von Ahmeds Entschlossenheit trotz der tödlichen Gefahr.

Der verhängnisvolle Abend hatte harmlos begonnen. Ahmed und sein Cousin passierten eine Chanukka-Feier, wo man ihnen Essen anbot. Sie entschieden sich jedoch für einen Kaffee – nur zehn Minuten bevor die Schüsse fielen. „Es war verrückt, wir versteckten uns hinter Autos und sahen, dass Leute ganz in unserer Nähe schossen“, berichtete Alkanj später.

Mutige Konfrontation

Videoaufnahmen dokumentieren Ahmeds unglaublichen Mut: Er schlich sich über den Parkplatz an der Campbell Parade in Bondi Beach heran, bevor er den 50-jährigen Schützen Sajid Akram frontal angriff. Nach einem intensiven Kampf gelang es ihm, dem Angreifer die Waffe zu entreißen. Während Akram zu Boden ging, richtete Ahmed das Gewehr auf ihn. Ein weiterer Passant eilte hinzu und warf einen Gegenstand nach dem entwaffneten Attentäter.

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Die dramatische Konfrontation spielte sich vor den Augen von Akrams 24-jährigem Sohn Naveed ab, der bewaffnet von einer nahegelegenen Fußgängerbrücke zusah. Der junge Mann wurde später mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert, während sein Vater von Polizeibeamten erschossen wurde.

Die Aufnahmen von Ahmeds Heldentat verbreiteten sich rasend schnell im Internet. Spontan entstand eine Spendenkampagne auf GoFundMe, die innerhalb kürzester Zeit fast eine Million Dollar für den verletzten Helden sammelte. Unter den Spendern befand sich auch US-Investor Bill Ackman, der 100.000 Dollar beisteuerte.

Landesweite Anerkennung

Das Ausmaß der Tragödie ist erschütternd: Mindestens 16 Menschen verloren ihr Leben, darunter ein zehnjähriges Kind. Dutzende weitere wurden schwer verletzt. Die Schüsse fielen während der Veranstaltung „Chanukah by the Sea“, die den Beginn des jüdischen Lichterfestes markierte.

Als Ahmeds Mutter erfuhr, dass ihr Sohn der Held war, der am Bondi Beach zahlreiche Leben gerettet hatte, konnte sie ihre Tränen nicht zurückhalten. Auch die politische Führung des Landes würdigte seinen außergewöhnlichen Mut. Premierminister Anthony Albanese erklärte: „Wir haben heute Australier gesehen, die auf die Gefahr zuliefen, um anderen zu helfen. Diese Australier sind Helden, und ihre Tapferkeit hat Leben gerettet.“

Der Premierminister von New South Wales, Chris Minns, bezeichnete Ahmed als „echten Helden“ und betonte, dass „kein Zweifel“ daran bestehe, dass er viele Menschenleben gerettet habe. Während Australien mit dem schlimmsten Massaker seit der Tragödie von Port Arthur 1993 ringt, finden viele Trauernde Trost in der selbstlosen Tat des Mannes, der vor mehr als zehn Jahren aus Syrien nach Sydney kam.

Heute ist er Vater zweier Töchter im Alter von fünf und sechs Jahren.

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KO KOSMO-Redaktion
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