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Missverständnis

Hunde-Drama in Belgrad: „Wollte nur helfen“ – Wienerin spricht

Hunde-Drama in Belgrad: „Wollte nur helfen“ – Wienerin spricht
(Symbolbild FOTO: iStock)
3 Min. Lesezeit |

Ein Video einer vermeintlichen Hundeaussetzung sorgt für Aufregung. Doch hinter der Aktion einer Wienerin steckt eine Geschichte von Mitgefühl und gescheiterter Hilfeleistung.

In der serbischen Hauptstadt Belgrad kämpften die Menschen vergangene Woche mit eisigen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt. Bei Werten von minus fünf Grad und darunter fror nicht nur die österreichische Bevölkerung vor Ort. Unter den Betroffenen befand sich auch „Heute“-Leserin Slavica (Name von der Redaktion geändert). Ein am Dienstag veröffentlichter Videoclip ließ zunächst Schlimmes vermuten, doch die tatsächlichen Hintergründe zeichnen ein anderes Bild.

Slavica wollte am 20. Jänner gemeinsam mit ihrer Tochter Familienangehörige besuchen, um den Feiertag des Heiligen Johannes („Sveti Jovan“) zu begehen. Auf dem Weg zu dieser Feierlichkeit entdeckte sie einen frierenden Stafford vor einem kleinen Geschäft in Belgrad. Das Tier versuchte vergeblich, sich gegen die Kälte zu schützen, wurde jedoch wiederholt nach draußen getrieben. Als Besitzerin eines eigenen Staffords konnte Slavica das Leiden des Hundes nicht ignorieren und nahm ihn in ihr Fahrzeug auf.

Sie fuhr anschließend mit ihrer Tochter und dem Hund zu einem Tierheim und setzte das Tier vor dem Eingangstor ab, in der Überzeugung, ihm damit geholfen zu haben. Das Tierheim verweigerte jedoch die Aufnahme des Hundes. Slavica erhielt weder von dieser Einrichtung noch von anderen offiziellen Stellen in Belgrad Unterstützung. „Das Schlimmste ist, dass mir ein Tierheim gesagt hat, dass ich dumm sei, weil ich dem Tier helfen wollte. Ich kann nicht fassen, was mir passiert ist – ich wollte nur helfen“, schilderte Slavica gegenüber „Heute“.

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Virales Video

Der Tierschutzverein „Animal Knights“ wurde durch kooperierende Tierheime in Serbien auf die Videoaufnahmen aufmerksam. Die Aufnahmen zeigen eine Frau, die aus einem SUV einen Hund aussetzt, anschließend wendet und beschleunigt. Der Stafford verfolgte das Fahrzeug zunächst, verlor es dann aus den Augen und kehrte zum Aussetzungsort zurück, bevor er nicht mehr auffindbar war.

Die Redaktion von „Heute“ konnte Kontakt zur Frau aus dem Video herstellen. Im Gespräch zeigte sich Slavica verzweifelt und betonte wiederholt ihre Hilfsabsicht. Nach ihren Angaben handelte es sich bei dem Tier um einen bereits zuvor ausgesetzten Hund, den sie vor einem kleinen Geschäft in Belgrad entdeckt hatte.

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Gemeinsame Suche

Vertreter der Hunde-Such-Hilfe besuchten Slavica später und zeigten sich von den Verhältnissen in ihrem Haushalt positiv beeindruckt. Nun wollen sie gemeinsam den vermissten Hund ausfindig machen und ihm ein geeignetes neues Zuhause vermitteln.

Slavica richtet einen eindringlichen Appell an die Öffentlichkeit: „Ich wollte nur helfen und möchte nicht angefeindet werden. In vielen Balkan-Städten stößt man bei der Hilfe für Tiere extrem schnell an Grenzen – niemand kümmert sich um tausende Straßenhunde im ganzen Land!“

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KO KOSMO-Redaktion
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